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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2016 | 14:46 Uhr

Ausstellung : Mehr als trockenes Zahlenwerk

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die „Mathe-Magie“ ist noch bis zum Sonnabend in der Holsten-Galerie zu sehen. Groß und Klein können sich hier versuchen

Neumünster | Die Themen kreisen um Raum und Geometrie, Mengen und Optimierung, Statistik und Zufall, Rechnen und Zählen, Ästhetik und die Welt der Zahlen: In der Holsten-Galerie demonstriert die Ausstellung „Mathe-Magie“ noch bis zum Sonnabend, dass Mathematik eine ganz spannende Angelegenheit sein kann.

„Wir wollen zeigen, wie viel Mathematik im ganz normalen Alltag steckt“, sagt Anika Neumann, die als Auszubildende die Besucher durch die Wanderausstellung der Firma Euroscience aus Fleckeby führt. Sie nennt die Wettervorhersage oder auch die Chance beim Lotto. „Das sind Fragen der Wahrscheinlichkeitsrechnung“, sagt Anika Neumann und weist auf einen transparenten Zylinder. Unter den 50    000 Kügelchen verliert sich eine schwarze Kugel, die anderen 49 999 sind gelb. „Wenn wir die Lottowahrscheinlichkeit abbilden wollten, müssten wir 28 000 dieser Röhren aufstellen, und nur eine Kugel wäre schwarz“, sagt sie.

Die Ausstellung kommt bei Jung und Alt gut an. Bei Familie Wilm/Bishay aus Hamburg versuchen sich gleich drei Generationen an den 45 Exponaten. „Ich finde das total lehrreich“, sagt Antje Wilm und schaut zu, wie ihre Enkel Lea (10) und Marlo (2) eine Aufgabe wiegen. Die Zahlen sind unterschiedlich schwer, und man kann an dieser Station ganz plastisch erfahren, was eine Gleichung ist: Wenn sie aufgeht, sind die Zahlen auf der Waage im Gleichgewicht. „Das Kopfrechenduell gegen die Zeit oder gegen Papa ist klasse“, sagt Lea. Hier sind Tempo, aber auch Genauigkeit gefragt. Am Ende hat Papa Michael Bishay knapp die Nase vorn und lobt: „Lea kommt jetzt auf die weiterführende Schule. Schön zu sehen, dass im Matheunterricht etwas hängen geblieben ist.“ Die Prozent- und Bruchrechnung wird mit den Teilen einer Pizza demonstriert.

„Das bringt total Spaß. Ich bin mit meiner Tochter Johanna schon seit einer Stunde hier“, sagt Ulrike Höffken. Die gebürtige Neumünsteranerin wohnt jetzt in Elmshorn und ist Berufsschullehrerin für Rechnungswesen, also Zahlen-Profi. „Mathe ist mehr als trockenes Formelwerk“, sagt sie. Um Mathe auf wirtschaftliche Probleme anzuwenden, müsse man sie „begreifen – und das im wörtlichen Sinne. Das zeigt die Ausstellung sehr gut“.

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erstellt am 19.Aug.2016 | 14:00 Uhr

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