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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 17:14 Uhr

Benefiz-Fussballturnier : Mehr als 6000 Euro für Piet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Sportkooperation in Neumünster (SiN) half einem Siebenjährigem mit Down-Syndrom mit einem Benefiz-Fußballturnier in Gadeland.

Neumünster | Sie mausert sich zu einer erfolgreichen Traditionsveranstaltung: Die Aktion Sportkooperation in Neumünster (SiN) begann vor fünf Jahren und hat bei ihrer jährlichen Veranstaltung am Sonnabend mehr als 6000 Euro für einen guten Zweck zusammengetragen. Das Geld kommt dieses Mal Piet Paulson (7) zugute.

Der fußballbegeisterte Junge aus Einfeld kam mit dem Down-Syndrom zur Welt und braucht in vielen Alltagssituationen Hilfe. Seine Mutter Miriam Lohmann weiß genau, was sie mit dem Geld macht: „Wir brauchen eine ebenerdige Dusche, das erleichtert mir die Pflege und gibt mir mehr Zeit mit meinen Kindern.“ Sie erzieht Piet und ihren Sohn Paul Erik (4) alleine, manchmal gibt es Unterstützung von einer Babysitterin. Wichtig ist der Sekretärin der Pestalozzischule auch die wöchentliche Reittherapie: „Die übernimmt die Krankenkasse nicht, obwohl die in kurzer Zeit viel für seinen Muskeltonus gebracht hat. Am Anfang konnte er sich kaum im Schritt halten, jetzt trabt er an der Longe (lange Führleine) ohne Hilfe. Außerdem muss unser Auto aufgefrischt werden, und es gibt einige dringende Renovierungsarbeiten am Haus.“

Zum zweiten Mal bot der TSV Gadeland seine Fußballplätze für das Benefiz-Turnier an. 12 Herren- und 16 Jugendmannschaften kickten gegen eine Pauschale von 100 Euro beziehungsweise 20 Euro um die Ehre. Schon bis zum Turnier sind Spenden in Höhe von 2300 Euro eingegangen. Zusammen mit den Gadelandern stellten die Sportvereine Blau-Weiß Wittorf, Gut Heil Neumünster und das Gesundheitsstudio Body & Soul die Veranstaltung auf die Beine.

„Vor fünf Jahren war der Vater eines kranken Kindes bei uns im Studio, damals kam die Idee auf, zu helfen“, erklärte Heiko Eichhorn von Body & Soul die Idee. „Ich freue mich total, dass der Verein Lichtblick uns empfohlen hat“, freute sich Miriam Lohmann. Ingo Selllmer, Vorsitzender von Blau-Weiß Wittorf, erklärte dazu: „Wir arbeiten mit Lichtblick zusammen, die nennen uns Familien, die dringend Hilfe brauchen.“

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