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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 01:26 Uhr

Tierpark : Mähnenwölfe sind die neue Attraktion

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die drei Rüden sind Geschwister und kommen aus dem Zoo in Warschau

Neumünster | Der Tierpark hat eine neue Attraktion: Drei junge Mähnenwolf-Rüden erkunden neugierig, aber auch noch ein wenig scheu ihr Eingewöhnungsgehege. Das Geschwister-Trio stammt aus dem Warschauer Zoo und ist eine echte Rarität: Lediglich elf weitere Zoos in Deutschland halten Mähnenwölfe, im Norden sind die Tiere für Neumünster ein Alleinstellungsmerkmal.

Wenn die hochbeinigen Räuber und Allesfresser sich eingewöhnt haben und von den Pflegern einwandfrei zu unterscheiden sind, sollen sie in das verwaiste Wolfsgehege umziehen und dort noch Gesellschaft von einem Ameisenbär bekommen. Beide Arten stammen aus Südamerika, wo der Mähnenwolf auf der Roten Liste als potenziell gefährdet eingestuft wird. Von den noch etwa 17  000 Tieren in freier Wildbahn leben 90 Prozent in Brasilien, wo sie durch die Jagd und die Zerstörung ihres Lebensraums bedroht sind.

Der Name Mähnenwolf führt in die Irre. Die hochbeinigen Räuber mit dem eleganten kraftsparenden Paarlauf haben mit echten Wölfen nichts zu tun, sondern sind die größte Wildhundart in Südamerika. Die Entscheidung gegen ein neues Wolfsrudel im Gehege sei auch ein „Umschwenken weg vom Heimattierpark zum modernen Zoo“, sagte Tierpark-Chefin Verena Kaspari.

Zurzeit gebe es 150 Mähnenwölfe im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP. Auch im Tierpark ist an eine Zucht gedacht, es wäre die elfte Teilnahme an einem Zuchtbuch. „Wenn die Tiere mit zwei Jahren geschlechtsreif sind, werden zwei abgegeben, und dann soll ein Weibchen kommen“, sagte Verena Kaspari. Namen haben die drei neun Monate alten Rüden noch nicht.

Die Umgestaltung des ehemaligen Wolfsgeheges zum neuen Lebensort für die Mähnenwölfe und den Ameisenbär wird durch eine Spende der Volksbank unterstützt. Auch SWN-Chef Matthias Trunk bat zu seiner Verabschiedung um Spenden für den Tierpark. Kaspari: „Die Einnahmen aus den beiden Pokémon-Veranstaltungen fließen ebenfalls in die Umgestaltung der Anlage.“ 

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erstellt am 01.Sep.2016 | 08:30 Uhr

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