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Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 23:15 Uhr

Bauausschuss : Lütjenstraße wird nun doch geöffnet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kanalsanierung: Der Großflecken wird nach der Köste für zwei Monate voll gesperrt und erneut zur Sackgasse. Die Lütjenstraße ist erst 2018 dran

Neumünster | Anwohner und Geschäftsleute in der Lütjenstraße brauchen einen langen Atem: Entgegen ursprünglichen Planungen soll die Geschäftsstraße zwischen Groß- und Kleinflecken nun doch auf voller Länge geöffnet werden, um unter der Fußgängerzone den maroden Abwasserkanal zu erneuern.

Das gab Tiefbauchef Ralf-Joseph Schnittker am Donnerstagabend im Bauausschuss bekannt. Die gute Nachricht: Die Baustelle wird voraussichtlich erst 2018 kommen.

„Wir können nicht die Straße öffnen, während der Großflecken noch umgebaut wird und der Markt auf den Kleinflecken verlegt ist – das gäbe Chaos“, begründete Schnittker die Verschiebung.

Ursprünglich sollte die Kanalsanierung in der Lütjenstraße im so genannten Inlinerverfahren abgewickelt werden. Dabei hätte die Straße nur an ihren Endpunkten geöffnet werden müssen, um einen Dichtungsschlauch einzuführen, der sich im alten Kanal an die Wand legt und dann aushärtet. Daraus wird jetzt nichts.

Der Grund: Die Stadtwerke finden im Untergrund der Lütjenstraße wegen der dichten Leitungsknäuel keine passende Trasse für ihre neuen Fernwärmeleitung. Stadt und SWN verhandelten nach. Jetzt soll die Straße geöffnet und die Fernwärmeleitung neben den leicht verschobenen Kanalrohren verlegt werden. Im Gegenzug würden sich die Stadtwerke an den Kosten der Kanalsanierung beteiligen, erklärte Schnittker.

Die Arbeiten an Kanal und Fernwärmenetz auf dem Großflecken sollen dagegen wie geplant unmittelbar im Anschluss an die Holstenköste beginnen: Anlieger, Geschäftsleute und Kunden müssen sich auf eine zweimonatige Vollsperrung zwischen Plöner Straße und dem Rondell vor den Rathaus einstellen. Der Großflecken wird hier nach der Köste erst gar nicht wieder für den Verkehr freigegeben.

Den Verkehrsplanern kommt dabei entgegen, dass die Kanaltrasse ab dem Rondell weitgehend unter dem Platz verläuft, die Fahrbahn muss hier also nicht angefasst werden. Der Großflecken wird damit in den kommenden Wochen erneut zur Einbahnstraße, diesmal vom Gänsemarkt aus. Autofahrer können dann von Norden einfahren, müssen aber spätestens am Rondell vor dem Rathaus wenden oder werden – exakt steht das noch nicht fest – bereits ab der Holstenstraße abgeleitet. Um den Verkehr möglichst flüssig zu halten, sollen auch die Ampelschaltungen an den Zufahrten zum Großflecken an die Sperrung angepasst werden.

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erstellt am 04.Jun.2016 | 11:15 Uhr

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