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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 00:19 Uhr

Einkaufen : Lütjenstraße: Die Stadt soll aktiv werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

CDU-Vorstoß im Rat soll die Verödung in der Einkaufsstraße aufhalten. Die SPD will einen Bürger-Workshop für den Großflecken

Neumünster | Im Bemühen der Stadt, die Innenstadt wieder attraktiver zu machen, richtet sich der Fokus jetzt offenbar wieder verstärkt auf die Lütjenstraße: Die CDU kündigt für die Ratsversammlung am nächsten Dienstag einen Vorstoß an, der der angeschlagenen Geschäftsstraße den Rücken stärken und neue Impulse zur Wiederbelebung geben soll.

Es gehe darum, die Kräfte zu bündeln, um einen Niedergang einer der wichtigsten Geschäftsstraßen der Stadt aufzuhalten, begründete die Ratsfrau Helga Bühse gestern die Initiative ihrer Fraktion. Danach soll die Stadt gezielt das Gespräch mit Anliegern und Hauseigentümern suchen, um die Bereitschaft zu erkunden, gemeinsame Projekte zur Attraktivitätssteigerung anzugehen. Das könnten etwa die immer mal wieder diskutierten Glasarkaden sein – aber auch andere Maßnahmen, die die Einkaufsstraße aufwerten, schlägt Bühse vor. Der Zeitpunkt, jetzt in entsprechende Überlegungen einzusteigen, sei „denkbar günstig“, da die Lütjenstraße 2018 wegen der anstehenden Kanal- und Leitungsarbeiten ohnehin auf ganzer Länge zur Baustelle werde. Auf der anderen Seite gebe es durchaus Hinweise, dass die Leerstände der vergangenen Monate die Bereitschaft von Hauseigentümern zu sinnvollen Investitionen erhöhe, so Bühse.

Auch die SPD will dem Dauerthema „attraktive Innenstadt“ in der Ratsversammlung neue Impulse geben. Um die zuletzt festgefahrene Neugestaltung des Großfleckens voranzubringen, will die Fraktion eine förmliche „Bürgerbefragung“ beantragen. Ratsfrau Franka Dannheiser schwebt dabei eine Art offener „Bürger-Workshop“ vor. Ähnlich wie seinerzeit bei der Neugestaltung des Kleinfleckens erprobt, könnte darin jedermann seine Vorstellungen zu wichtigen Grundsatzentscheidungen etwa über Pflasterarten, Wegeführungen oder ergänzende Gestaltungselemente wie Spiel-, Grün- oder Wasserflächen mit einbringen. Die – mehrheitlich akzeptierten – Ergebnisse sollten dann in die Entwürfe der Stadtplanung eingearbeitet werden. Das letzte Wort behält sich die Ratsversammlung vor. Nach den Vorstelllungen der SPD sollte der Workshop von einem externen Moderator gesteuert werden. Um möglichst vor den Haushaltsberatungen 2017/18 ein realistisches Ergebnis der Baukosten zu bekommen, sollte die Bürgerbeteiligung spätestens Ende August/Anfang September über die Bühne gehen, fordert die.

Weitere Anträge der Fraktionen und Vertreter in der Ratsversammlung:

> 1000-Euro-Verfügungsfonds für alle Stadtteilbeiräte (CDU) >Kinder- und Jugendbeteiligung an allen Entscheidungen, die sie betreffen (SPD)

>Ausbau der Uker Halle als Außenstelle der Kita Faldera (SPD)

>Ausbau der Carlstraße zur Fahrradstraße (Linke)

>Resolution „Einseitige Beeinflussung von Schülern verhindern!“ (NPD)

Die Ratsversammlung tagt am kommenden Dienstag, 12. Juli, ab 17 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses.

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erstellt am 08.Jul.2016 | 08:00 Uhr

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