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Holsteinischer Courier

02. Dezember 2016 | 21:13 Uhr

Schlemmerköste : Leckereien für jeden Geschmack

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neues Konzept der Schlemmerköste soll gerade mehr junge Leute locken. Laut Veranstalter kamen 14 000 Besucher.

Neumünster | Wegen der Regengüsse war der Start der Schlemmerköste am Freitagabend noch recht zäh, dafür brummte es nach Einschätzung der Veranstalter am Sonnabend um so mehr: „Wir schätzen die Besucherzahl auf dem Kleinflecken insgesamt auf 14 000 und sind hochzufrieden. Darunter waren viele Wechselbesucher, die zum Essen kamen und dann weiter gezogen sind. Aber das passt zur Veranstaltung“, zog Citymanager Michael Keller am Wochenende eine insgesamt zufriedene Bilanz. „Viele Aussteller mussten abends nach und nach Gerichte von den Tafeln streichen, so groß war die Nachfrage“, freute sich Keller.

Auch bei der Besucherin Julia Leck aus Neumünster und ihrer Freundin Alina Schuchardt aus Bordesholm kam die Schlemmerköste gut an. Während sich die beiden die angesagten Süßkartoffel-Pommes schmecken ließen, erzählte Julia Leck: „Im vergangenen Jahr war ich enttäuscht, weil ich mir unter Naschköste nur Süßigkeiten vorgestellt habe. Ich finde das neue Konzept besser. Jetzt werden moderne Speisen in moderner Form präsentiert.“ Alina Schuchardt gefiel der kostenfreie Besuch der Veranstaltung: „In Kiel musste ich für so etwas Eintritt bezahlen.“

Gerne ließen sich die Gäste auf den Bänken am Wasserspiel und an den zahlreichen Tischen unter den weißen Spitzdachpavillons nieder. Zur entspannten Atmosphäre trugen am Abend auch Musiker bei. „Es gefällt mir gut hier. Es sind viele nette Menschen unterwegs, die Preise sind in Ordnung und die Burritos waren lecker“, meinte Helmut Roy aus Neumünster. „Aber ich vermisse den Insekten-Koch“, bedauerte er. Der sei leider erkrankt gewesen, bedauerte Keller gestern auf Nachfrage.

„Der Kleinflecken ist ein wunderschöner Platz, ich bin froh, wenn er zu etwas anderem genutzt wird als zum Parken. Ich finde, die Innenstadt wird vernachlässigt“, sagte Besucher Helmut Roy. Seine Ehefrau Margret Cords bemängelte: „Das Angebot ist zu Burger-lastig.“

Gut ausgewogen in der Speisenwahl fanden hingegen Rebecca und Thomas Rusch aus Neumünster die Schlemmer-Meile. „Man weiß gar nicht, was man nehmen soll. Ich würde mich am liebsten einmal durchessen“, meinte das Ehepaar einhellig. Die beiden genossen auch die Süßkartoffel-Pommes zusammen mit einer Currywurst-Variation. „Im Preis unterscheiden sich die Anbieter allerdings erheblich. Manche sind in Ordnung, manche überteuert“, fand Rebecca Rusch.

Vielleicht sind es die peppigen Imbisswagen wie zum Beispiel ein ausgedienter amerikanischer Schulbus, die junge Männer hinter die Theke an den Herd ziehen: Burger, Pulled Pork und Co. wurde von auffallend vielen trendigen, jüngeren Männern zubereitet. Das Ziel bei dem Konzept, Essen aus modernen Food-Trucks anzubieten, war es, auch ein jüngeres Publikum anzulocken. „Das hat geklappt. Wir werden in dieser Form weiter machen“, so Citymanager Michael Keller.

Im nächsten Jahr sollen die Öffnungszeiten allerdings wieder auf 22 Uhr begrenzt werden, weil danach der Publikumsverkehr stark abnimmt. „Und wir möchten den Sonntag mit dazu holen, die Nachfrage seitens der Besucher und Aussteller war da“, sagte der Citymanager.


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erstellt am 11.Jul.2016 | 07:30 Uhr

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