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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 17:15 Uhr

Sportstätten : Kunstrasenplatz bleibt ein Politikum

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Tauras: „Wir haben zu wenig Geld, um alle Sportstätten zu erhalten“. SPD-Ratsfrau Franka Dannheiser sprach von einem „Erpressungsversuch“.

Neumünster | Der Bau eines Kunstrasenplatzes im Städtischen Stadion bleibt ein politisch umstrittenes Thema. Hatte sich der Sportausschuss noch auf Antrag der SPD für eine Freigabe der bislang gesperrten Haushaltsmittel und für den Erhalt des Olympia-Platzes als Sportstätte ausgesprochen, votierte der Planungs- und Umweltausschuss dagegen.

„Wir haben zu viele Außensportstätten, zu viele Vereine und zu wenig Geld, um alle Sportstätten zu erhalten“, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und erinnerte an die Leitgedanken des Sportentwicklungsplanes. Es sei sinnvoll, wenn Sportvereine kooperierten und Anlagen stillgelegt würden, um die verbleibenden besser pflegen zu können. Tauras räumte ein, dass es nicht gelungen sei, die Mitglieder des MTSV Olympia zu überzeugen. „Aber deshalb sollte man nicht das Konzept des Sportentwicklungsplanes, an dem fünf Jahre gearbeitet wurde, wegwerfen und Druck aus dem Kessel nehmen. Genau das würde geschehen, wenn jetzt die Mittel für den Kunstrasenplatz freigegeben werden, argumentierte der OB.

Tauras: „Wir haben das immer als Win-Win-Win-Situation beschrieben. Olympia ist in einer schwierigen Situation, hätte aber eine Zukunft, wenn auch vielleicht an anderer Stelle. Es ist für die Stadt: Wir brauchen dringend Platz für Wohnraum und nicht in erster Linie Luxuswohnungen. Und wir hätten Geld verdient, um uns den Kunstrasen leisten zu können.“ Man müsse aber zur Kenntnis nehmen, dass die Mitglieder des MTSV Olympia das zurzeit nicht wollen.

SPD-Ratsfrau Franka Dannheiser sprach von einem „Erpressungsversuch“. Motto: Wir bauen den Kunstrasenplatz nur, wenn Olympia seine Sportanlage verkauft. Dabei seien die Mittel für den Kunstrasen im Haushalt vorgesehen. „Richtig, die Mittel sind im Haushalt, aber kreditfinanziert“, wandte Tauras ein: „Das sind Schulden, und es wäre schön, wenn Einnahmen dagegen stünden.“

Entscheiden muss jetzt die Ratsversammlung, die morgen ab 17 Uhr im Ratssaal tagt.

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erstellt am 21.Nov.2016 | 07:15 Uhr

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