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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 23:12 Uhr

Gerisch-Stiftung : Künstlerischer Leiter geht nach einem Jahr

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Vertrag zwischen Prof. Claus Friede und der Gerisch-Stiftung wird nach einem Jahr nicht verlängert.

Neumünster | Vor einem Jahr trat Prof. Claus Friede die Nachfolge von Dr. Martin Henatsch als Künstlerischer Leiter der Gerisch-Stiftung an. Zum Ende des Jahres wird der Hamburger die Schwalestadt wieder verlassen. Sein Vertrag endet am 31. Dezember und wird nicht verlängert.

„Der Vertrag von Prof. Friede war von vornherein auf ein Jahr befristet“, bestätigte Brigitte Gerisch gestern gegenüber dem Courier und betonte: „Wir sind in aller Freundschaft auseinandergegangen.“ Friede selbst formulierte es ein wenig vorsichtiger. „Der Vertrag wurde in gegenseitiger Absprache nicht verlängert. Es hat auch keinen Streit gegeben“, sagte der 56-Jährige, machte aber auch deutlich: „Unter bestimmten Voraussetzungen wäre ich in Neumünster geblieben.“ Ins Detail wollte der gebürtige Essener hier allerdings nicht gehen.

Inhaltlich zieht Friede eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass es ihm mit den Ausstellungen in den vergangenen Monaten gelungen sei, ein deutlich jüngeres Publikum anzusprechen. „Zudem konnten wir auch viele Besucher aus der weiteren Umgebung für die Ausstellungen begeistern. Das liegt sicher auch daran, dass wir viele gesellschaftsrelevante Themen aufgegriffen haben“, sagte er.

Eine neue Tätigkeit hat Friede bislang noch nicht gefunden. „Ich weiß erst seit Ende Oktober, dass es hier in Neumünster nicht weitergeht. Ich werde sicher als freier selbstständiger Kurator die eine oder andere Ausstellung kuratieren und habe ja auch noch einen Lehrstuhl in Riga. Ansonsten bemühe ich mich jetzt um neue Aufgaben“, sagte er.

Wie eine mögliche Nachfolgelösung bei der Gerisch-Stiftung aussieht, steht noch nicht fest.

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erstellt am 29.Nov.2016 | 09:00 Uhr

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