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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 04:58 Uhr

Kinder- und Jugendbuchwochen : Kriminalfälle, Rezepte und Gedichte

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Hamburger Autor Werner Färber las bei den Kinder- und Jugendbuchwochen Fünftklässlern der Alexander-von-Humboldt-Schule vor.

Neumünster | „Wie lange dauert es, ein Buch zu schreiben? Kommen noch mehr Bände aus der Reihe? Wie sind Sie zu ihrem Beruf gekommen?“ Diese und weitere Fragen stellten gestern neugierige Fünftklässler der Alexander-von-Humboldt-Schule dem Hamburger Autor Werner Färber, der diese gerne beantwortete. Rund 150 Bücher hat der 59-Jährige bislang veröffentlicht, darunter Krimis für Erwachsene, Jugendbücher, Kinderbücher und Bücher für Leseanfänger.

Bei den Kinder- und Jugendbuchwochen an der Schule las Färber aus seinem Kriminalroman „Der Mops im Container“ die ersten drei Kapitel vor und aus seinem Gedichtband „Ungereimtheiten aus der Tierwelt“ lustige und unterhaltsame Gedichte. Die Schüler hörten aufmerksam zu und lauschten der spannenden Geschichte von Marco und Anne, die der Autor mit verschiedenen Stimmen und viel Pathos vortrug. Besonders beliebt waren auch die vorgelesenen Gedichte, bei denen im Publikum viel gelacht und gekichert wurde.

Am Ende der Lesung gab Werner Färber eine Frage an die Schüler weiter: „Was meint ihr, woher bekomme ich die ganzen Ideen für meine Geschichten? Bekomme ich sie, wenn ich nur auf den Boden gucke und den Kopf nicht hebe und mich nicht umsehe?“ „Nein!“, riefen die Fünftklässler lautstark. Der Autor erklärte, dass er alle seine Sinne einsetzt, um viele Eindrücke und Ideen in den Kopf zu bekommen. Wenn Färber genug Ideen gesammelt hat, entsteht daraus eine Geschichte.

Deutschlehrer Jan Kruse freute sich über den großen Erfolg der Veranstaltung: „Das ist bestimmt schon das 15. Mal, dass Autoren im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen zu uns kommen, um den Schülern vorzulesen, und es ist jedes Mal toll.“ Das Ziel sei es, die Kinder früh an das Lesen und auch das Schreiben heranzuführen.

„Am Schönsten ist es für die Kinder, wenn sie einen Autor selbst kennenlernen können und den Beruf nicht als Hexenwerk, sondern als Handwerk wahrnehmen“, sagte Jan Kruse und freute sich über die Unterstützung durch den Verein zur Literaturförderung, den Friedrich-Bödecker-Kreis: „Die Lesungen werden teilweise finanziert, das ist eine große Hilfe und ein tolles Angebot.“

Nicht nur die Schüler, auch der Autor hatte Spaß an der Veranstaltung: „Ich finde es toll, wenn sich Kinder so mitnehmen lassen, meiner Lesung folgen und aufmerksam zuhören. Das genieße ich sehr, ich habe da auch sehr viel Freude dran.“

Als kleines Extra finden sich im Kriminalroman „Der Mops im Container“ am Ende Rezepte aus jedem Kapitel. Auf die Frage des Autors, wer gerne kocht , schnellten fast alle Finger in die Höhe. Werner Färber ist selber Hobby-Koch. „So könnt ihr die Rezepte selber nachkochen“, bot er schmunzelnd an.

Eine letzte Bitte hatte Färber zum Abschied an die Schüler: „Macht mal eine Fläche an euer Pinnwand im Klassenzimmer frei und füllt sie mit selbstgeschrieben Gedichten, aber nur mit Freude, nicht mit Zwang. Wenn die Fläche voll ist, schickt mir ein Foto davon, das kommt auf meine Homepage und viele Menschen können eure Gedichte lesen.“

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erstellt am 09.Nov.2016 | 13:30 Uhr

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