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Holsteinischer Courier

24. März 2017 | 21:05 Uhr

Zikita-Projekt : Kreative Experimente mit der Zeitung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

60 Kinder der Lebenshilfe-Kita „Lütte Lüüd“ bastelten aus dem Courier eine doppelte Lotta / Aktuell entsteht eine Kita-Zeitung

Neumünster | Mit dem Projekt „Zeitung in der Kita“ (Zikita) kam ein neuer Bewohner in die Lebenshilfe-Kita „Lütte Lüüd“: Der „Zikita“-Mensch prangt auf einem großen Papierbogen. Eigentlich ist es eine Sie – eine doppelte Lotta. Die Sechsjährige diente mit ihrer Silhouette als Vorbild für die aus vielen Courier-Schnipseln zusammengeklebte Figur. 60 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren machen bei Zikita mit; die Kita nimmt zum vierten Mal an dem landesweiten Projekt des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags teil.

„Wir sind eine integrative Kita, deswegen sind alle vier Gruppen dabei. Alle sollen die Zeitung kennenlernen, das ist uns wichtig“, sagt die Kita-Leiterin Kristin Walle. Jeden Morgen wird der Courier zuerst eifrig durchstöbert: Die Kinder entdecken Piet und Paula auf der Kinder-Nachrichten-Seite, schöne Bilder von Katzen oder muskulösen Männern werden ausgeschnitten, und es wird nachgeprüft, ob die Wettervorhersage auch stimmt.

Die Zeitung regt aber auch alle zu vielen kreativen Experimenten an. In der Elefantengruppe wurde die doppelte Lotta gebastelt, bei den Giraffen waren es Bilderrahmen und Tischsets. Und es wurde ausprobiert, ob Zeitung auch mit Wasser an den Fenstern klebt – was zur Erheiterung aller für eine kleine Überschwemmung im Giraffen-Raum sorgte. Die „Mäuse“-Familiengruppe bastelte ihr Gruppensymbol aus Zeitungsröllchen, und die Delfine wollten vor allem wissen, wie eine Zeitung entsteht. Valentina (6) wurde zur Reporterin, interviewte die Kita-Leiterin und befragte sie, welche Arbeiten sie zu erledigen hat. In der Zeitung, die zurzeit noch entsteht, wird den anderen Kindern verraten, dass Kristin Walle viele Briefe schreibt, Elternfragen beantwortet, Einladungen vorbereitet, viel telefoniert und auch zu Außenterminen bei der Stadt oder zu Sitzungen gehen muss. Auch die „Küchenfee“ Susanne Kaustrup wurde interviewt und ebenso wie Kristin Walle fotografiert.

Unterstützt wurden die Kita-Kinder von Erzieherinnen und Heilpädagoginnen, bei den Elefanten sind es Jacqueline Peter und Sarah Dohmeyer, bei den Giraffen Kathrin Suhr und Anja Bartsch, bei den Mäusen Sarah Bernhardt und Nadja Fedorow. Die Delfine betreut Janina Kuhnert.

Neben den vielen Experimenten war genauso wichtig, dass die Zeitung auch eine Grundlage für Gespräche und Diskussionen ist. Artikel werden gelesen und von den Betreuerinnen vorgelesen und erklärt. Die Lebenshilfe-Kita ist eine Sprach-Kita: „Sprache ist der Schlüssel zur Welt, das Zikita-Projekt ist eine gute Möglichkeit, die Sprachkompetenz der Kinder zu erweitern. Das steigert das Selbstbewusstsein der Kinder. Inzwischen hat die Zeitung in der Kita schon einen Wiedererkennungswert, die Kinder freuen sich, wenn der Courier ins Haus kommt“, sagt Kristin Walle.

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erstellt am 03.Mär.2017 | 05:31 Uhr

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