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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 11:27 Uhr

Forschungsprojekt : Klimawandel im Becherglas

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Klaus-Groth-Schüler nahmen am Mint-EC-Projekt im Alfred-Wegener-Instituts auf Helgoland teil / Spannende Erkenntnisse über Muscheln, Algen, Krabben und Plankton

Neumünster | Eine spannende Woche haben Leon Körkemeier (17) und Klara Kemnitz (17) hinter sich: Die zwei Klaus-Groth-Schüler nahmen am Mint-EC-Camp zum Thema Meeresbiologie auf Helgoland teil. Sie untersuchten Muscheln, werteten Beifang aus und erfuhren eine Menge Spannendes über die Folgen des Klimawandels für Fauna und Flora des Meeres. Die KGS ist seit 2004 „Mint“-Schule; das ist ein Schulnetzwerk von aktuell 250 Schulen, in dem es Schülern ermöglicht wird, an Projekten der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (Mint) teilzunehmen.

Alle drei Jahre durchlaufen die Schulen einen Zertifizierungsprozess, bei dem auch außerschulische Projekte beispielsweise mit der Kieler Uni einfließen, erklärt Lehrer Christoph Freund, der die zwei Schüler zur Forschungsstation des Alfred-Wegener-Instituts auf Helgoland begleitete. „Die Schüler können so eine Woche über den Tellerrand schauen und andere Schüler kennenlernen, die vom gleichen Schlag sind.“

Die zwei Schüler untersuchten, wie unterschiedliche Temperaturen die Aufnahme von Plankton bei Muscheln beeinflussen – quasi der Klimawandel im Becherglas. Auch werteten sie den Beifang des Forschungsschiffes Uthörn“ aus, stellten fest, welche Arten es gibt – zum Beispiel diverse Krabben. „Ich war zuerst skeptisch, dann aber positiv überrascht, was man alles lernte. Am meisten Spaß hat mir die Bestimmung der Arten gemacht. Es gibt Borstenkraben, Strandkrabben und die japanische Felsenkrabbe. Auch Taschenkrebse haben wir gefunden“, sagt Klara Kemnitz aus Aukrug, die Meeresbiologin werden möchte. „Der Klimawandel hat eine größere Auswirkung als gedacht, weil er das Plankton als Basis der Nahrungspyramide trifft“, sagt Leon Körkemeier. Die Arbeit der Schüler war nicht nur fürs Papier: Ihre Ergebnisse fließen in die praktische Forschung des Instituts ein.

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erstellt am 14.Sep.2016 | 08:15 Uhr

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