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Holsteinischer Courier

02. Dezember 2016 | 19:14 Uhr

Renovierung : Klarer Blick aus der großen Badewanne

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Bad am Stadtwald lässt für 100 000 Euro die Glasfronten austauschen. Neue Scheiben sollen für mehr Licht und weniger Heizkosten sorgen

Neumünsters Wasserratten, die im Bad am Stadtwald regelmäßig ihre Runden drehen, sollen künftig wieder mehr Durchblick bekommen: Für rund 100 000 Euro lassen die Stadtwerke die Glasfassaden des Hallenbades komplett austauschen.

Spezialisten der Neumünsteraner Glaserei Danker sind bereits seit einigen Tagen dabei, die bis zu 3,40 Meter breiten und 2 Meter hohen, bis zu 280 Kilo schweren Scheibenelemente aus der Fassade zu lösen und durch neue Isolier-Scheiben zu ersetzen. Insgesamt 260 Scheiben-Elemente müssen einzeln gelöst und vorsichtig herausgehoben werden. Die komplette Erneuerung soll bei laufendem Badebetrieb in der Halle abgewickelt werden und wird voraussichtlich noch drei bis vier Wochen dauern.

Die alten Fenster stammen noch aus dem Umbau des Schwimmbads zum Spaßbad 1998. Zahlreiche Elemente waren im Laufe der Jahre blind geworden und hatten darum auch weniger Licht in die Halle gelassen. Der Blick nach draußen in den Stadtwald war auf vielen Bahnen getrübt. Künftig soll man aus der großen Badewanne wieder klar herausschauen können.

Der eigentliche Anlass für den Tausch ist jedoch ein anderer: Die neuen Scheiben weisen dreifach bessere Isolierwerte als die alten Elemente auf. Darüber hinaus sollen auch die bisherigen Metallrahmen und Halterungen in der Front durch Kunststoffverstrebungen ersetzt werden. Beides zusammen soll zu weniger Kondenswasser an den Innenseiten und deutlich reduzierten Heizkosten führen, hofft Bad-Chef Tom Keidel. Bei jährlichen Energiekosten von rund einer Million Euro für das Bad lohne sich die ständige Suche nach neuen Sparmaßnahmen, sagt Keidel.

50 Prozent der Baukosten werden aus einem Förderprogramm finanziert, mit dem das Land gezielt energetische Sanierungen in kommunalen Schwimmbädern unterstützt. Die Förderzusage hat das Schwimmbad gerade erhalten. Für Keidel kommt die Sanierung in diesem Sommer gerade noch rechtzeitig: Wegen des Neubaus des Schwimmbades wird es 2017 nur einen eingeschränkten Freibad-Betrieb geben, kündigt der Bad-Chef an. Für zwei Jahre wird dann vorrangig das Bad in der Halle im Fokus der Badegäste stehen. „In dieser Zeit wollen wir den Besuchern der Halle dann möglichst keine weiteren Bauarbeiten zumuten“, sagte Keidel.

Zur Erinnerung: Für 9,6 Millionen Euro wollen die Stadtwerke dort , wo heute das Nichtschwimmerbecken ist, einen Hallenneubau mit acht 50-Meter-Bahnen errichten (der Courier berichtete). Um die neue Halle möglichst ganzjährig zu nutzen, denken die SWN auch über ein mobiles Hallendach nach, das je nach Witterung und Jahreszeit geöffnet werden kann. Ob das Cabrio-Dach (geschätzte Mehrkosten rund 350 000 Euro) tatsächlich kommt, ist allerdings noch nicht entschieden: „Die europaweiten Ausschreibungen laufen noch“, dämpfte SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt gestern vorschnelle Erwartungen. Die maßgeblichen Entscheidungen würden aber voraussichtlich im August fallen, sagte Schmidt.

Nach Plan wollen die Stadtwerke pünktlich mit dem Ende der Sommerferien am 5. September mit den Bauarbeiten im Bad am Stadtwald starten.

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erstellt am 23.Jul.2016 | 08:45 Uhr

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