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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 21:40 Uhr

Neumünstrum : Kinderstadt braucht Rolli-Rampen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Luna Andresen (17) ist gestern nach Neumünstrum gezogen, nun muss und soll die Fläche behindertenfreundlicher gestaltet werden.

Neumünster | Ihren Traumjob hatte Luna Andresen schon am Sonnabend im Arbeitsamt bekommen: Gestern durfte die an den Rollstuhl gebundene 17-Jährige aus Wittorf dann endlich in der Malerei von Neumünstrum anfangen und war gleich mit viel Eifer dabei. Zum zweiten Mal nach 2009 sind in Zusammenarbeit mit dem Verein Lichtblick zwei behinderte Jugendliche in die Kinderstadt gezogen, neben Luna ein weiterer Junge.

„Wir setzen damit die gute Tradition fort und zeigen, dass Behinderte ganz normaler Teil der Gesellschaft sind“, erklärte Hauptorganisator Ulf Schloßbauer. Hilfe erhält Luna nicht nur von Betreuerin Inga Drews (18) und Betreuerin Janine Kähler (24). Auch viele Stadtbewohner kümmerten sich gestern bereits um sie. „Ist alles in Ordnung?“ oder „Wie geht es dir?“ wurde sie immer wieder gefragt.

Beim ersten Rundgang über das 1,5 Hektar große Gelände an der Werderstraße fielen aber gleich auch einige Probleme auf. So sind die mit Holzschnitzel aufgefüllten Wege mit dem Rollstuhl nur schwer befahrbar, einige Läden nicht behindertenfreundlich. „Zu uns kommt man nur über zwei Stufen, aber jetzt wollen wir auch eine Rampe haben, damit Luna sich mit ihrem Rollstuhl Bücher aussuchen kann“, erklärte Carina Meyer, Betreuerin in der Stadtbücherei von Neumünstrum. Heute soll der Antrag im Rathaus gestellt werden, damit die Tischlerei tätig werden kann. Wer die Kosten dafür trägt, war gestern allerdings noch unklar. Auch das Kino ist (noch) nicht barrierefrei.

190 Bewohner hat Neumünstrum in dieser Woche, 45 weniger als in der vergangenen. „Einige sind noch spontan zu uns gestoßen“, sagte Ulf Schloßbauer. Die Kinderstadt schließt am Sonnabend mit einem großen Stadtfest ihre Tore.

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erstellt am 02.Aug.2016 | 08:00 Uhr

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