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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 19:43 Uhr

Krogaspe : Kartoffeln konnten schonend geerntet werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nicht nur die Kartoffelernte der Kita-Kinder fiel zufriedenstellend aus.

Krogaspe | Wie bei den meisten Landwirten in Schleswig-Holstein ist die Kartoffelernte auf dem Heinrichshof in Krogaspe nahezu abgeschlossen. Zufrieden über die Ernte äußerte sich der Hofinhaber Christoph Schulte-Steinberg (39). „Insgesamt war es mit rund 70 Tonnen Ertrag ein durchschnittliches Jahr. Die Kartoffeln sind mit dem Wetter alles in allem gut zurechtgekommen. Allerdings mussten wir im Frühjahr aufgrund des vielen Regens gegen die pflanzenschädigende Krautfäule noch nachspritzen“, erklärte er.

Auf seinen eigenen zwei Hektar Kartoffelland sei dies kein großes Problem gewesen. „Aber Landwirte, die größere Anbauflächen bewirtschaften, hatten schon ihre Mühe, überall noch einmal rumzukommen. Und bei den Bio-Bauern in Rheinland-Pfalz, die nicht nachspritzen dürfen, ist die Ernte deshalb praktisch ganz ausgefallen“, berichtete er.

Das Roden sei wegen der warmen Witterung gut voran gegangen. „Es war möglich, die Kartoffeln schonend zu ernten. Die Schäden an den Knollen halten sich, im Gegensatz zu den überregionalen Meldungen in Grenzen“, erklärte Schulte-Steinberg weiter. Vor der endgültigen Einlagerung werden die Kartoffeln auf dem Heinrichshof besonders akribisch sortiert. Denn seit mehr als 25 Jahren führen die Erzeuger das Gütezeichen SH (Klasse extra) der Landwirtschaftskammer. Deshalb reicht schon die kleinste Fehlstelle an einer Knolle aus, um sie zu Viehfutter werden zu lassen.

Angebaut werden auf dem Heinrichshof die Sorten Linda und Belana. Aber auch die rotschalige Birgit gehört zum Sortiment des Direktvermarkters. „Die Geschmacksträger in der Kartoffel sind die Stärkeplättchen. Diese sind bei der Birgit kleiner als bei den anderen Sorten. Deshalb hat sie einen feineren Geschmack. Aber für einen Salat und als Bratkartoffel eignen sie sich alle bestens“, meinte der Landwirt.

Zu Gast auf dem Hof waren jetzt die Kinder der Sternen- und der Igelgruppe aus der Wasbeker Kindertagesstätte. Zunächst gingen sie mit Hella Schulte-Steinberg (42) auf den nahe liegenden Acker. Hier buddelten die Kinder eifrig die Knollen aus der Erde. Anschließend wurde ihnen in der Scheune gezeigt, wie diese sortiert und eingelagert werden. Und nach getaner Arbeit servierte die Bäuerin den kleinen Erntehelfern schließlich noch eine Portion Pellkartoffeln mit Quark. „Die Kinder haben hier immer großen Spaß. Und wir kommen gerne her, weil die Kleinen so einmal selbst erleben können, wo die Früchte wachsen, aus denen schließlich ihre Pommes und der Kartoffelbrei entstehen“, erklärte die Erzieherin Sandra Martens.  



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