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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 02:17 Uhr

Konzert im Saldern-Haus : Junger Virtuose weckte Emotionen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der 17-jährige Paul Schmidt aus Achterwehr spielte im Caspar-von-Saldern-Haus sein erstes öffentliches Solo-Konzert.

Neumünster | Paul Schmidt ist gerade einmal 17 Jahre alt und bereits ein Klaviervirtuose, der sein Publikum mit einem Soloprogramm begeistern kann. Vor einem halben Jahr veröffentlichte der Schüler seine erste professionell aufgenommene CD, am Sonntagabend trat der junge Pianist erstmals mit Filmmusiken und Eigenkompositionen in einem öffentlichen Solokonzert auf. 50 Gäste waren um 19 Uhr um Caspar-von-Saldern-Haus erschienen, um ihn live zu erleben.

Der gebürtige Kieler ist zwar jung, aber von Aufregung keine Spur. „Hallo, ich bin Paul, Paul Schmidt. Ich freue mich, dass Sie zu meinem Konzert gekommen sind“, begrüßte er das Publikum jungenhaft knapp und setzte sich ohne viele Worte an den Flügel. Hier scheint sich der junge Mann aus Achterwehr wohl zu fühlen. Filmmusiken aus „Forest Gump“, „The Godfather Theme“ aus Francis Coppolas „Der Pate“ und das Hauptthema aus Christopher Nolans Science-Fiction „Interstellar“ zeugten vom großen spielerischen Können Schmidts und seiner Vorliebe für Klänge, die assoziative Bilder im Kopf erzeugen.

„Ich möchte, dass die Menschen meine Musik spüren und die Klänge sie im wahrsten Sinne des Wortes beschwingen“, verriet der Gymnasiast nach dem Konzert. Ihm selbst schien es beim Spiel so zu ergehen. Mit geschlossenen Augen, den Oberkörper sanft wiegend, ließ Paul Schmidt seine Finger über die Tastatur laufen, mal rasend schnell, dann wieder ganz ruhig – je nach Vorgabe seiner Interpretation.

Sechs Filmmusiken und eine Nocturne von Frédéric Chopin gab der junge Pianist in der ersten Hälfte zum Besten. Nach der Pause standen Eigenkompositionen auf dem Programm. Emotionen sind dem jungen Musiker wichtig. Das zeigte sich in seinen Stücken „Sub umbra floreo“ (Ich blühe im Schatten), dem melancholischen „As times goes by“ und dem freudigen Lied „Starting something new“, mit dem Paul Schmidt sein erstes öffentliches Solokonzert unter dem begeisterten Applaus des Publikums nach anderthalb Stunden beendete.

„Das war‘s eigentlich“, kündigte er glücklich und etwas verlegen an, „aber wenn Sie noch eine Zugabe wollen, spiele ich die natürlich gerne“, sagte er, holte einen Zettel aus der Tasche und setzte sich unter Bravo-Rufen für „eine Improvisation aus ein paar Schnipseln“ noch einmal an den Flügel.

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erstellt am 11.Okt.2016 | 08:45 Uhr

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