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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 11:21 Uhr

Bildungskampagne : Jugendliche denken über die Umwelt nach

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

450 Holstenschüler beschäftigten sich bei einer bundesweiten Bildungskampagne mit Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit.

Neumünster | Alp (15), Jasper (16) und Finn (16) geben es offen zu: Im Alltag denken sie oft nicht über ihr Handeln nach. Da wird selbstverständlich mit dem Handy telefoniert, in den Pausen schnell mal ein Burger mit Cola gekauft oder der leere Joghurtbecher und die Kakaoschachtel achtlos vor Unterrichtsbeginn in den Mülleimer gepfeffert. Welche Bedeutung dieser Umgang mit Ressourcen hat und wie man sie nachhaltig besser schützen kann, erfuhren gestern die drei Zehntklässler und rund 450 weitere Holstenschüler an einem speziellen Projekttag. Zu Gast an der Altonaer Straße war Jonas Laß mit seinem Team von der von der Unesco zertifizierten Bildungskampagne „Reduse – Die Multivision“.

Über ein Quiz, Filme und anschließende Diskussionen erfuhren die Gymnasiasten einiges über Ökologie, Umweltpolitik und Verschwendung. Handys, die mit wertvollen Metallen und Quarzen hergestellt werden, Ausbeutung in Minen oder der ökologische Fußabdruck waren beispielsweise Themen. „Wir wollen mit dem 90-Minuten-Programm Jugendliche direkt und unterhaltsam zu Zukunftsthemen informieren, ohne den erhobenen Zeigefinger. Wir wollen helfen, den Ressourcen- und Umweltschutz in ihrem Alltag zu verankern“, erklärte Jonas Laß.

Seit 2010 ist die Multivision alle zwei Jahre in Neumünster und präsentiert Themen zu Nachhaltigkeit, fairem Handel oder Klimaschutz, doch so groß wie in diesem Jahr war das Interesse noch nie. Gleich acht Schulen im Stadtgebiet mit mehr als 3000 Schülern nahmen das Angebot in den vergangenen Wochen wahr.

Finanziert wurde das insgesamt 10  000 Euro teure Projekt von der Stadt aus dem Klimaschutzbudget. „Das ist gut angelegtes Geld, denn die Schüler sind mit großem Engagement und mit viel Begeisterung dabei. Und wir hoffen, dass sie ihr Verhalten öfter mal überdenken und Umweltschutz auch in die Familien tragen“, erklärte der Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Arne Lewandowski. Die Multivision ist eine von 54 anerkannten Maßnahmen der Unesco zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und einer der größten deutschen Akteure der Nachhaltigkeitsbildung.

Schulleiter Arno Engelmann lobte: „Die Begleitmaterialien sind prima. Für uns als Schule sind die Themen von großer Bedeutung. Auch wir versuchen, Müll zu vermeiden und die Umwelt zu schonen.“

Alp, Jasper und Finn jedenfalls waren beeindruckt, zugleich aber auch nachdenklich. „Es gibt leider immer noch zu wenig Alternativen für einen ressourcenschonenden Alltag“, meinte Jasper.

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erstellt am 06.Okt.2016 | 08:30 Uhr

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