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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2016 | 11:08 Uhr

Rencks Park : Jugend-Gang wurde Handwerk gelegt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Frühsommer trieben rund 20 junge Leute ihr Unwesen rund um Rencks Park. Polizei und Stadt handelten konsequent und hatten Erfolg.

Neumünster | Über viele Wochen verbreitete im Frühsommer eine Gruppe Jugendlicher rund um Rencks Park Angst und Schrecken. Es kam sogar zu unterschiedlichen Straftaten (der Courier berichtete). Polizei und der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) der Stadt wurden massiv tätig. Mittlerweile ist zwar seit vielen Wochen Ruhe. Doch das Problem wird am Dienstag noch einmal Thema auf der Sitzung des Jugendhilfeausschusses sein. Dort wird die Polizei noch einmal über ihre Maßnahmen und die Resultate berichten.

Begonnen hatte das Problem laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs Mitte März dieses Jahres. Damals meldeten sich Passanten, Besucher des Rencks Parks und Anwohner bei den Ermittlern und sprachen „von einem allgemeinen Gefühl der Bedrohung durch Jugendliche“. Eine Gruppe aus rund 20 jungen Leuten im Alter zwischen 15 und 20 Jahren, die in wechselnder Zusammensetzung im Park war, machte ihnen Angst. Doch es blieb nicht bei dem rein furchterregenden Auftreten. Laut Polizei gab es in der Folgezeit mehrere Strafanzeigen – unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung gegen zwei Passanten, wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz. Außerdem wurden zwei Jugendliche von jungen Leuten aus der Gruppe beraubt.

Anfang März entrissen zum Beispiel vier junge Leute in Rencks Park zwei anderen Jugendlichen eine Sporttasche. Mitte Mai sollen junge Täter zwei Männer bedroht, getreten und mit einem Messer verletzt haben, um an deren Handy zu kommen. Im Juni eskalierte offenbar ein Streit zwischen einem Erwachsenen und mehreren Jugendlichen. Dabei wurde der Mann mit einem Messer leicht verletzt. Alle Beteiligten sollen angetrunken gewesen sein.

Um möglichst effektiv tätig werden zu können, erklärte die Polizei den Bereich rund um den Rencks Park nach dem Landesverwaltungsgesetz vorübergehend zum sogenannten gefährlichen Ort. „Das gab den Einsatzkräften die Möglichkeit, zum Beispiel Maßnahmen wie Durchsuchungen oder Sicherstellung von Sachen zulässig vorzunehmen“, erklärte der Polizeisprecher. Außerdem „sei der Bereich uniformiert und zivil intensiv bestreift“ worden. Der ASD nahm sich der Jugendlichen ebenfalls an.

Das gesamte Maßnahmen-Paket zeigte Erfolg: „Der massive Kontrolldruck der Polizei war geeignet, diese Gruppe zunächst zu verdrängen und schließlich aufzulösen“, sagte Sönke Hinrichs. Nach einigen Wochen konnte auch die Definition „gefährlicher Ort“ beendet werden. Seit ungefähr Mitte Juni ist Ruhe. Das bestätigten sowohl Antje Klein, Stadtteilbeiratsvorsitzende Stadtmitte, und Thorsten Klimm, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. An beide waren keine weiteren Klagen aus der Bevölkerung herangetragen worden.

>Der Jugendhilfeausschuss kommt morgen, 15. November, ab 18 Uhr im Kivi-Jugendtreff, Kieler Straße 44, zusammen. Dort soll unter anderem über die zusätzliche Personalausstattung von Elementargruppen in Kitas und der Kindertagespflege, die ganztags länger als sieben Stunden geöffnet haben, gesprochen werden. Außerdem ist die Gestaltung des Areals an der Ecke Kieler Straße/ Anscharstraße, wo die Aktion Jugendzentrum ihre neue Bleibe finden soll, ein Thema.

 

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erstellt am 14.Nov.2016 | 15:00 Uhr

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