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Aukrug : Jetzt wird die Krankenstation für Sien geplant

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum 20-jährigen Bestehen des Partnerschaftsvereins Aukrug-Sien gibt es ein neues Projekt.

Aukrug | Der Verein „Partnerschaft Aukrug-Sien“ feiert sein 20-jähriges Bestehen mit mehreren Veranstaltungen. „Wir verteilen unsere Jubiläumsfeierlichkeiten auf das ganze Jahr“, erklärte der 1. Vorsitzende Reimer Reimers bei der Mitgliederversammlung im großen Sitzungsraum der Gemeinde Aukrug.

Bei der Projektwoche der Aukrugschule im Juli wollen Reimers und seine Mitstreiter die Klassen 4a und 4b bei deren Beschäftigung mit Burkina Faso und Sien unterstützen. Am 22. August gibt es einen offiziellen Jubiläumsempfang, bei dem sich auch das „Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein“ (ebenfalls 1994 gegründet) präsentieren wird. Am 23. August folgt ein Tanz- und Trommelabend im Tivoli in Innien. Im September oder Oktober sollen dann noch zusammen mit Kindern der Aukrugschule und der Kita 20 Jubiläums-Obstbäume gepflanzt werden.

Aber die ehrenamtlichen Entwicklungshelfer des Partnerschaftsvereins wollen 2014 nicht nur feiern, sondern das Jubiläumsjahr auch dazu nutzen, die Planungen für das dritte Großprojekt der Vereinsgeschichte voranzutreiben: den Bau einer Kranken- und Entbindungsstation in Sien. Wie beim Staudammprojekt und bei der Erweiterung der Dorfschule hofft der Partnerschaftsverein auf eine 70-prozentige Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. „Eine solche Kranken- und Entbindungsstation für Sien ist unabdingbar, weil der Weg zur nächsten Station in der Regenzeit durch die Wassermassen versperrt ist“, betonte der 2. Vorsitzende Branko Irek. „Das Dorf Sien hat deshalb einen Antrag beim Gesundheitsministerium von Burkina Faso gestellt.“ Ein solcher Antrag sei notwendig, denn: „Der Staat soll das Personal stellen, und darum muss der Bau den staatlichen Vorgaben entsprechen.“ „Das Problem ist, dass die bürokratischen Mühlen in Burkina Faso etwas langsam mahlen“, erklärte Hella Kohlmeyer. „Wir wollen versuchen, das Projekt in diesem Jahr bis zur Antragsreife zu bringen. Und ich denke, das schaffen wir auch“, sagte Reimers.

Die Gesamtkosten für die Krankenstation werden auf 95 000 Euro geschätzt. Den nötigen Eigenanteil (25 Prozent) habe der Partnerschaftsverein schon so gut wie zusammen, erklärte Reimers und kündigte an, bei der Gemeinde Aukrug einen 5000-Euro-Zuschuss zu beantragen.

Bei den Vorstandswahlen wurde Reimers ebenso in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt wie sein Stellvertreter Branko Irek, Kassenwart Subash Likhite und die Beisitzer Hella Kohlmeyer und Eitel-Wolf Necker. Zur neuen Schriftführerin wurde Ina Köhler, zur neuen Beisitzerin Heidemarie Seider gewählt. Zum Auftakt der Mitgliederversammlung hatte Hella Kohlmeyer Fotos von ihrer jüngsten Sien-Reise gezeigt, unter anderem vom mit Aukruger Hilfe gebauten Staudamm.

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erstellt am 19.Mär.2014 | 05:30 Uhr

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