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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2016 | 14:47 Uhr

Neumünster in Schwarz-Weiss : Jahrmarkt auf dem Großflecken – das gab es viele Jahre

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Wochenende ist Sommermarkt - erstmals seit Jahrzehnten am historischen Ort

Neumünster | Neumünster in Schwarz-Weiß: Am kommenden Wochenende wird der Jahrmarkt auf dem Großflecken stattfinden. Das ist für die allermeisten Neumünsteraner eine Premiere, denn sie kennen den Jahrmarkt nur vom Jugendspielplatz. Dabei hat der Großflecken auch für Schausteller eine gewisse Tradition.

Das zeigt beispielsweise eine Postkarte, die am 22. 3. 1901 an einen „Lieben Max!“ in Hamburg verschickt wurde (Foto rechts). Der Blick geht von der Lütjenstraße über den Großflecken zu den beiden Häusern am Eingang der Holstenstraße. Die Karte zeigt die Berg- und Talbahn von Salveter auf einem Jahrmarkt.

In dem Buch „Neumünster – Stadt ältester Traditionen Holsteins“ von Paul Sieck heißt es im Kapitel über „Märkte und Ausstellungen“: „Salveters Berg- und Talbahn vor der Lütjenstraße war der Mittelpunkt. Später wurde sie von Schlüter übernommen. Sie wurde mit Dampf betrieben und stellte mit ihrer großen schönen Waldkirchorgel ein imponierendes Unternehmen dar. Salveter beschaffte sich danach eine neue Berg- und Talbahn, die von Zimmermeister Behrens in der Kieler Straße erbaut wurde, und so kam es, daß zum Aprilmarkt 1910 zwei dieser Freudenbringer anrückten.“

Zu den weiteren Anziehungspunkten des Marktes bis zum Ersten Weltkrieg zählt Paul Sieck ein Etagenkarussell, die Schießbuden, den „Hau den Lukas“ und den „Billigen Jakob“ auf. Der Jahrmarkt fand ab Anfang 1790 dreimal im Jahr auf dem Großflecken statt, ebenso wie der Kram-, Vieh-, Pferde- und Ochsenmarkt. Während der beiden Weltkriege hat es keine Jahrmärkte gegeben. Als sie nach 1945 wieder eingeführt wurden, verlegte man sie aus Verkehrsgründen vom Großflecken auf den Jugendspielplatz.

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erstellt am 03.Aug.2016 | 12:00 Uhr

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