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Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 15:29 Uhr

Klosterbad : Investor plant Altenheim und Wohnkomplex

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Windhorst-Gruppe aus Winsen/Aller hat das Areal gekauft. Lückenhafte Bauabsperrung wird erneuert. Baustart ist für das Frühjahr 2017 geplant

Neumünster |  Engelbert Buchwald, Küster der Gemeinschaft in der Evangelischen  Kirche an der Klosterstraße, staunte gestern nicht schlecht. Der lückenhafte Bauzaun rund um die Abbruchruine des früheren Klosterbades war fortgeräumt. „Am Sonntag habe ich noch spielende Kinder vom Gelände gescheucht. Es scheint hier voran zu gehen“, sagte er.

Und er hat Recht. „Die Bauaufsicht hatte bereits vor drei Wochen den neuen Eigentümer aufgefordert, den Bauzaun zu erneuern“, teilte Stadtsprecher Stephan Beitz auf Courier-Nachfrage mit. Es ist die Lindholm-Gruppe aus Winsen an der Aller in Niedersachsen. Sie ließ gestern einen neuen Zaun aufstellen.  Lindhorst-Geschäftsführer Christian Möhrke bestätigte den Kauf des Grundstücks. Die Gruppe hat sich auf die drei Geschäftsfelder Landwirtschaft, Immobilien sowie Pflege und Gesundheit spezialisiert.

„Wir planen, dort sowohl  ein Alten- und Pflegeheim als auch Wohnungen zu bauen. Und das passt da auch hin“, sagte Möhrke.  Die Pläne müssten noch mit der denkmalgeschützten Immobilie nebenan in Einklang gebracht werden. Die Stadtverwaltung in Neumünster sei da aber sehr kooperativ, so Christian Möhrke. Details zum Bau mochte er noch nicht nennen. Ziel sei es, die Planungen einvernehmlich mit der Stadt voranzutreiben und im Frühjahr 2017 mit dem Bau zu beginnen, sagte Möhrke.

Mit der Immobilie nebenan meint Möhrke  das leerstehende ehemalige Schwesternheim an der Klosterstraße 32, das die Lindhorst-Gruppe bei dem Immobilien-Deal nicht mitgekauft hat. „Es gehört noch Herrn Muntau, an den wir damals verkauft haben“, bestätigte Michael Klinger, der mit der Gorgo-Verwaltungsgesellschaft einer der Voreigentümer war und dann an den Gütersloher Investor Werner Muntau verkaufte. Der  muss nun mit Post von der Bauaufsichtsbehörde rechnen. Sie reagiert auf die Berichterstattung im Courier, der den schlechten Zustand des Gebäude publik gemacht hatte.

Von dem roten Backsteinbau waren schon Teile der Dachverkleidung auf den Gehweg gefallen. Es wurde eingebrochen,  und es gab auch schon mehrere Brände in dem Haus. „Hier wird die Bauaufsicht nach der jetzigen Kenntnisnahme das Gebäude in Augenschein nehmen und gegebenenfalls den Eigentümer anschreiben “, sagte Stadtsprecher Beitz.

Standpunkt

Ein Schandfleck verschwindet

Vor zehn Jahren schloss das Klosterbad, war dann Schauplatz nicht realisierter Bauprojekte, Spielball von Spekulanten und nach dem unvollendeten Abriss eine gefährliche Ruine. Das scheint sich jetzt mit dem neuen Eigentümer  zu ändern.   Die Lindhorst-Gruppe hat gute Referenzen und definiert ihr Geschäft als „Entwicklung und Bau von hochwertigen Immobilien“. Der Schandfleck weicht einem Wohnkomplex mit Alten- und Pflegeheim. Wollen wir es hoffen.

 

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erstellt am 23.Aug.2016 | 08:00 Uhr

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