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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 17:46 Uhr

Amtsköste : Innungsbetriebe sind gut ausgelastet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kreishandwerkerschaft Mittelholstein hatte ins Hotel Prisma eingeladen. Fachkräftemangel wird immer mehr spürbar

Neumünster | „Die Konjunkturlage im Handwerk ist gut, und auch unserer Stadt Neumünster geht es gut“ – mit diesen Worten brachte Tischlermeister Joachim Schlüter die aktuelle Stimmungslage bei der traditionellen Amtsköste der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein auf den Punkt. Schlüter vertrat als Vize den verhinderten Kreishandswerksmeister Michael Kahl und konnte rund 90 Gäste aus der Wirtschaft, der Politik, der Verwaltung und den beruflichen Schulen begrüßen.

Das duale Ausbildungssystem und die Meisterqualifikation seien mit die Garanten dafür, dass Deutschland so wenige junge Arbeitslose habe wie niemand sonst, sagte Schlüter. Die Kehrseite der guten Konjunktur. Viele Stellen und Ausbildungsplätze im Handwerk sind nicht besetzt. „Der Fachkräftebedarf ist nach wie vor hoch“, so Schlüter: „Also arbeiten wir daran, den Nachwuchs vom Handwerk zu überzeugen.“

Dabei sei es wichtig, mit der Zeit zu gehen, um die jungen Zielgruppen anzusprechen. Joachim Schlüter nannte hier das seit Oktober online geschaltete Internetportal www.handwerk-mittelholstein.de als neue Möglichkeit. In seinem Grußwort führte Günther Stapelfeldt, der Präsident der Handwerkskammer Lübeck, auch die Imagekampagne des Handwerks mit Kurzfilmen in den sozialen Medien an.

Kritische Worte gab es nur beim Thema Gewerbesteuer. Ihr Hebesatz wurde in Neumünster im vergangenen Jahr von 390 auf 410 Prozentpunkte erhöht. Schlüter: „Die Höhe der Gewerbesteuer ist mit ein Faktor für Unternehmen, an einem Standort zu bleiben oder sich neu anzusiedeln. Auch auf die Investitionen der Betriebe hat die Höhe der Steuern Einfluss. Das Handwerk meint deshalb zu Recht: Es reicht.“

Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger lobte das Handwerk in ihrem Beitrag als „eine der wichtigsten Säulen unserer heimischen Wirtschaft“. Rund 15  000 Arbeitsplätze stelle das Handwerk in der Region, dazu 875 Ausbildungsplätze.

Die Stadt leiste ihren Beitrag zur Unterstützung des Handwerks. Und das nicht nur als wichtiger Auftraggeber bei Bauvorhaben. Anna-Katharina Schättiger nannte hier als Beispiel die gemeinsame Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung der Schwarzarbeit. Neumünster arbeitet hier mit den Kreisen Ostholstein und Plön erfolgreich zusammen. Und das wolle sie auch weiterhin tun. „Schwarzarbeit muss weiterhin wirksam bekämpft werden. Wir als Stadt Neumünster unterstützen die ehrlichen Handwerksbetriebe in den Innungen.“

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erstellt am 12.Nov.2016 | 08:30 Uhr

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