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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 17:05 Uhr

Rickling : Immer mehr junge Erwachsene als Patienten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Landesverein für Innere Mission stellte seinen Jahresbericht vor.

Rickling | Die steigende Nachfrage nach den Behandlungsangeboten, insbesondere für junge Leute, und neue Gesetze prägten den Jahresbericht des Landesvereins für Innere Mission in Rickling.

„Mit dem Pflegestärkungsgesetz II kommen ab dem 1. Januar 2017 umfangreiche Veränderungen auf den Bereich der Pflege in den Einrichtungen des Landesvereins zu. Denn das Gesetz birgt als Kernstück die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der in fünf Pflegegraden die derzeit gültigen drei Pflegestufen ablösen wird“, erklärte Pastor Andreas Kalkowski, Direktor des Landesvereins. Ebenfalls neue Herausforderungen berge das neue Bundesteilhabegesetz, das sich auf die Leistungen der Eingliederungshilfe beziehe. „Doch die Basis der stetigen Weiterentwicklung der Arbeit im Landesverein bleibt auch unter den zukünftig veränderten Rahmenbedingungen gegeben“, war er sich sicher.

Beispielhaft dafür sind auch die Neu- und Erweiterungsbauten auf dem Lindenhof. So wurde das Gebäude der Psychiatrischen Institutsambulanz von rund 400 Quadratmeter auf nun insgesamt nahezu 900 Quadratmeter erweitert. Außerdem wird in den nächsten Wochen der Ersatzbau für das ehemalige Haus 3 des psychiatrischen Krankenhauses mit dann 22 Betten fertig gestellt. „Im Jahr 2015 wurden allein in der Institutsambulanz im Quartal etwa 1100 Patienten, davon 450 Patienten mit Migrationshintergrund, behandelt“, berichtete Geschäftsführer Claus von See.

Kontinuierlich fortgesetzt werde ebenfalls die Weiterentwicklung spezialisierter Behandlungskonzepte, die intensive Präventionsarbeit der Ambulanten und Teilstationären Suchthilfe (ATS), die Altenpflege sowie der Ausbau der regionalen Netzwerke mit anderen Institutionen.

„Gut nachgefragt wird das Angebot ‚18 plus‘, das sich speziell an junge Erwachsene richtet. Daneben sehen wir zudem einen steigenden Behandlungsbedarf im Bereich der Verhaltenssüchte. Dies gilt insbesondere für das Thema der Medienabhängigkeit“, sagte er.

Nach wie vor wird im Landesverein großer Wert auf die Ausbildung in der Pflege sowie auch in handwerklichen Berufen gelegt. Zurzeit stehen 160 Auszubildende auf der Liste. Weitere Plätze werden an Bewerber für das freiwillige soziale Jahr oder im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes vergeben.  



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