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Sturmschäden : Im Stadtwald wird jetzt aufgeräumt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Einsatz großer Maschinen soll helfen, den Borkenkäfer im Zaum zu halten / Beseitigung der Folgen von Christian und Xaver dauert noch Wochen

Neumünster | In den städtischen Forsten hat das große Aufräumen begonnen: Vier Monate nach den Herbstürmen Christian und Xaver frisst sich seit zwei Tagen eine riesige Maschinenraupe in den Wald hinter dem Tierpark, um das Bruchholz zu bergen. Mit seinem flexiblen Greifarm kann die Maschine, die auf 60 Zentimeter breiten Reifen durch den Wald rollt, ganze Baumstämme packen in Windeseile entasten und zerlegen. Das umgelegte Holz wird huckepack gleich mit abtransportiert.

In zwei Schichten ab vier Uhr früh sind die Forstarbeiter im Einsatz. Allein am ersten Tag räumten sie einen Windbruch von 30 mal 40 Metern Ausmaß. Er befindet sich in einem insgesamt zwei Hektar großen Waldstück, das zum Tierpark gehört (alter Zaubergarten) und auf dem 40 bis 50 Jahre alte Fichten und Lärchen stehen.

„Wir müssen Fichtenflächen im Stadtwald, am Hahnknüll, an der Ehndorfer Straße und auf den Wasbeker Rieselflächen räumen. Das wird bis in den späten Frühling dauern“, erklärte Dietrich Busch, der bei der Stadt unter anderem für die Forsten zuständig ist. Die angeschlagenen Fichten müssen raus, damit der Borkenkäfer im Frühjahr keine Chancen hat. Der Schädling, der ausschließlich Fichtenbestände attackiert, unterbricht durch seinen Fraß die Wasserzufuhr aus den Wurzeln und lässt die Bäume dadurch absterben. Ist er einmal da, greift er auch die gesunden Bäume an.

Um die Gefahr abzuwehren sind die Forstarbeiter nicht an die üblichen Schutzauflagen zur Vogelbrut gebunden. Um die einsetzende Brutsaison nicht zu stören, dürfen Gärtner, Gartenbesitzer und Landwirte nur noch bis zum 15. März den Pflegeschnitt in der Natur vorantreiben.

Die durch den Sturm entstandenen Lichtungen will die Stadt im kommenden Jahr mit Jungbäumen aufforsten. Das aus dem Wald gewonnene Bruchholz wird voraussichtlich als Industrieholz verwertet und etwa zu Paletten oder Spanplatten verarbeitet.

Derzeit türmen sich die Stämme auf dem Parkplatz vor dem Tierpark-Gelände mehrere Meter hoch.

 





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erstellt am 06.Mär.2014 | 16:45 Uhr

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