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Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 11:48 Uhr

Im Mittelpunkt stand der Mann von Welt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rund 50 Besucher ließen sich beim 1. Norddeutschen Herrentag verwöhnen und beraten

Anzüge nach Maß, eine Finanzberatung für den betuchten Geschäftsmann, das optimale Pflegeöl für den Bart abgerundet mit gutem Wein: Der 1. Norddeutsche Herrentag im Hotel Altes Stahlwerk bot am Sonnabend mit acht Anbietern Exklusives von Kopf bis Fuß für das starke Geschlecht.

Herrenmaßschneider Sandro Dühnforth von Dühnforth & Wulff aus Hamburg und Gregor Neusius, Geschäftsführer des Nortorfer Unternehmens für Maß- und Geschäftsmode Gladius, haben mit dieser Veranstaltung den Grundstein gelegt, die Idee der „Gentlemen‘s Clubs“ im Norden mit der Männer-Kultur wieder aufleben zu lassen.

Der moderne Mann konnte auf Wunsch direkt vor Ort eine Typberatung bekommen und damit den ersten Schritt auf dem Weg zum maßgeschneiderten Anzug setzen. „Trends gibt es nicht. Es kommt immer auf den Typ an, was passt und was nicht. Pauschal zu sagen, dass Mann heute etwas nicht mehr trägt oder tragen kann, ist Quatsch“, sagte Gregor Neusius. „Es kommt darauf an, was der Mann bevorzugt und wie er sich wohlfühlt“, ergänzte Herrenmaßschneider Sandro Dühnforth. Die intensive Arbeit mit dem Kunden kommt erst zum späteren Zeitpunkt. „Bis zu 100 Arbeitsstunden investieren wir in einen Anzug nach Maß“, verriet Dühnforth.

Was Mann heute insbesondere auf dem Kopf trägt, darüber wusste Marcus Jürs zu berichten. Er ist Hamburger Friseur der alten Garde. „Ich arbeite mit Techniken, die seit den 60er-Jahren kaum noch gelehrt werden“, verriet er. Die Haare seiner Kunden schneidet er nicht mit einer Schere, sondern klassisch mit dem Messer. Auch Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt gehörte zu seinem Kundenkreis. „Gutes klassisches Handwerk kann glücklich machen. Auch ein Aspekt, das wir mit dem Herrentag zeigen möchten“, beschrieb Neusius. Frauen haben Hausverbot, hieß es in der Ankündigung zum Herrentag. Ganz so streng war es am Sonnabend dann doch nicht. So reihte sich etwa Stella Benecke unter die Anbieter, mit männlichem Produkt versteht sich. „Mit meinem Freund Tomy Fieber betreibe ich den Online-Shop ‚Beard and Shave‘. Wir bieten alle erdenklichen Pflegeprodukte für die Bart-, Rasur- und Männerpflege an“, erklärte die Kosmetikerin. Wohlriechende Öle und Wachse auf natürlicher Basis samt Erklärung und kleiner Proben erhielten die Besucher vor Ort.

Selbstredend gehören auch Genussmittel zur Männer-Kultur. Werner Brockmann von der Neumünsteraner Weinvertikale bot den Besuchern kleine Wein-proben an. „Wein wird auch bei Männern immer beliebter“, sagte er. Herrentag-Besucher Tim Mureau und Christoph Rath probierten einen Schluck weißen „Verdejo“ und bestätigten die Aussage des Fachmanns, der optional auch Gin oder Whiskey vorhielt. Das Resümee der Veranstalter fiel am Tag danach positiv aus. „Wir sind sehr zufrieden. Wir hatten etwa 50 Besucher im Alter zwischen 35 und 55 Jahren. Genau das Klientel, das wir erreichen wollten. Den Herrentag werden wir auf jeden Fall wiederholen. Wo, wann und wie wir es machen, weil ja die Idee dahintersteht, einen richtigen Herrenclub zu etablieren, werden wir erst beim nächsten Planungsgespräch klären“, zog Sandro Dühnforth gestern sein Fazit.

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erstellt am 27.Apr.2016 | 16:53 Uhr

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