zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

11. Dezember 2016 | 15:01 Uhr

Trappenkamp : Im Erlebniswald schlüpften erstmals Sakerfalken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

22 Gramm wogen die kleine Vögel, als sie zur Welt kamen. Das nächste Gelege wird ausgebrütet.

Trappenkamp | In der Falknerei Damm im Erlebniswald Trappenkamp sind zwei Sakerfalken geschlüpft. Im Norden ist diese Falkenart eher selten. Die Jungen wurde im Brutkasten ausgebrütet und werden jetzt mit der Hand aufgezogen.

Sakerfalken zählen neben dem nordischen Gerfalken zu den weltweit größten Falkenarten. Seine Eigenschaft, sowohl in der Luft wie auch am Boden erfolgreich zu jagen, hat den Sakerfalken neben seinem beeindruckenden Äußeren zu einem begehrten Jagdvogel in der Falknerei gemacht. Die schneidigen Jäger kommen in Europa vorwiegend in Ungarn und Österreich und weiter bis in die Ukraine vor und haben ein Verbreitungsgebiet, das bis in die Mongolei hinein reicht. Heute stehen die Sakerfalken in vielen Ländern unter Schutz, sagt Falkner Dietmar Damm aus dem Erlebniswald Trappenkamp. Die Nachstellungen der vergangenen 100 Jahre haben die Bestände der für die sogenannte Beizjagd begehrten Vögel drastisch schrumpfen lassen. Industrialisierung der Landwirtschaft und Wechsel der Beutetiere haben neben Pflanzenschutzmitteln zusätzlich für einen spürbaren Rückgang gesorgt. „Besonders erfreulich ist es daher, dass es erfolgreiche Nachzuchten in Gefangenschaft gibt“, sagt der erfahrene Falkner und Greifvogelzüchter. „Wir freuen uns ganz besonders, dass jetzt die ersten beiden Jungvögel in der neuen Zuchtanlage der Falknerei im Erlebniswald Trappenkamp geschlüpft sind“, sagte Dietmar Damm. Zwei putzmuntere Sakerfalkenküken sind hier aus einem Gelege von vier Eiern geschlüpft. Aus Sicherheitsgründen wurde das Erstgelege des Falkenpaars im Brutkasten ausgebrütet. Die Jungen werden jetzt mit der Hand aufgezogen. Am 17. und 18. April sind die beiden Jungen geschlüpft. Ihr Gewicht haben die beiden Jungen inzwischen von 22 Gramm auf gut 70 Gramm glatt verdreifacht. Inzwischen brütet das Sakerpaar ein Zweitgelege selbst aus.

In wenigen Tagen dürfte es auch bei den anderen Arten in der Anlage lebendig werden, erklärte Damm. In der Brutröhre der Steinkauze wird gespannt auf den Schlupf der Jungen gewartet. Die sind für das schleswig-holsteinische Eulenschutzprogramm zum Auswildern vorgesehen. Auch Turmfalken, Lanerfalken und die Wüstenbussarde brüten. Nur bei den Adlern muss noch gewartet werden. „Die Weibchen in der Falknerei sind noch zu jung“, erklärte Damm. Im nächsten Jahr dürfte auch hier mit Nachwuchs gerechnet werden.  








zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen