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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 00:58 Uhr

Hundewiese : Hundewiese: Parken ist zu gefährlich

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Hundebesitzer appellieren an die Stadt: An der Kieler Straße wurde ein Tier angefahren

Neumünster | Die Hundewiese am Vierkamp, die 2010 eingeweiht wurde, ist beliebt. Täglich tummeln sich dort Hundebesitzer, damit ihre vierbeinigen Lieblinge unangeleint herumtoben können. Einige Benutzer weisen jetzt auf die gefährliche Parkplatzsituation an der Kieler Straße hin und wünschen sich eine sichere Parkfläche. Die Stadt weiß um das Thema und arbeitet an einer Lösung.

Wenn Dankward Jennerjahn (67) aus der Innenstadt und seine Frau Anke (64) mit ihrer Hündin Käthe von der Innenstadt zur Hundewiese am Vierkamp fahren, ist das Aussteigen ein kritischer Moment. Die zehn Monate alte Schäferhund-Mischlingshündin ist noch jung und muss an der stark befahrenen Straße eng an die Leine genommen werden, damit alles gut geht. „Besonders bei der Ankunft sind Hunde in großer Vorfreude und wollen sofort aus dem Auto springen. Die hohe Autofrequenz ist eine große Gefahrenquelle, wenn es den Hundehaltern einmal nicht gelingt, die Hunde fest anzuleinen“, sagt Jennerjahn. Im November erlebten er und seine Frau auf dem Rückweg von der Hundewiese einen Unfall mit. „Wir hörten einen furchtbaren Aufprall und minutenlange grauenvolle Schreie des verletzten Hundes, waren aber noch zu weit entfernt. Von anderen Hundehaltern erfuhren wir, dass der Hund beim Ausladen auf die Fahrbahn gelaufen ist und schwer verletzt wurde“, sagt Jennerjahn.

Auch Sigrid Poggemeier (66) aus Einfeld kommt regelmäßig über die Kieler Straße zur Wiese – mit ihrer Gordon-Setter-Hündin Smilla, auch erst neun Monate alt. „An der Preetzer Landstraße ist das Parken nicht erlaubt, und in den Graskamp darf man nicht fahren“, sagt die Einfelderin. Sie hat im Oktober für das Parken auf dem Grünstreifen an der Kieler Straße ein Ticket für zehn Euro kassiert. Sie erinnert alte Zeiten: „Früher durfte man mit den Hunden am Einfelder See laufen, da waren so 15 bis 20 Hunde jeden Tag.“

Der Wunsch von Jennerjahn und anderen Hundebesitzern: „Bei der Einfahrt zum Gelände an der Kieler Straße könnte eine Parkfläche eingerichtet werden, beispielsweise mit Rasengittersteinen, um die Natur zu schonen.“ Doch diesen Streifen könne man nicht einfach „abknapsen“, sagt Anja Schubring, Mitarbeiterin der Unteren Naturschutzbehörde. „Die Stadt hat diese Fläche für den Naturschutz erworben, das ist verbindlich festgelegt. Aber uns ist das Thema bekannt, wir arbeiten an der Lösung, haben eine Fläche im näheren Umkreis ins Auge gefasst. Das ist aber noch nicht spruchreif.“

Einem zweiten Wunsch nach einem Mülleimer direkt auf der Hundewiese kann die Stadt nicht entsprechen. „Das TBZ muss die die Standorte anfahren können. Es gibt zwei Mülleimer an der Kieler Straße und an der Preetzer“, sagt Anja Schubring.

Insgesamt loben die Hundebesitzer die Wiese sehr, so wie Sabine Schrank (34), die ihren Huskymix Balu (6 Monate) hier regelmäßig toben lässt: „Ich kann ihn hier gut sozialisieren.“ Die Hunde rangeln miteinander, spielen, lernen die Unterwerfung gegenüber anderen Hunden spielerisch, rennen und toben.

Was vielen nicht bekannt ist: Ein zweiter städtischer Hunde-Auslaufplatz existiert an der Geerdtsstraße – er ist ausdrücklich öffentlich und nicht nur für das inzwischen geschlossene Tierheim.


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erstellt am 02.Dez.2016 | 08:30 Uhr

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