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Holsteinischer Courier

26. Februar 2017 | 20:13 Uhr

Gadeland : Hortkinder-Betreuung ist am Limit

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gadeland: 2017 drohen Engpässe / Ausnahme-Gruppe ist nur für ein Jahr genehmigt / Stadtteilbeirat sucht nach Lösungen

Neumünster | Die Betreuung von Schulkindern nach dem Unterricht in Gadeland ist am Limit. Das wurde auf der Stadtteilbeiratsitzung am Mittwochabend deutlich. Kita-Leiterin Nina Lohr und Astrid Zeidler von der Betreuten Grundschule warnten vor drohenden Engpässen: 2017 kommen neue Grundschulkinder mit Betreuungsbedarf hinzu, für die keine Räume in Sicht sind. „Wir werden auf ein neues Provisorium zurollen“, sagte Nina Lohr.

Aktuell stellt sich die Hortkinder-Situation so: 110 Kinder sind in der Betreuten Grundschule, der größten in ganz Neumünster. „Mehr geht nicht“, betonte Astrid Zeidler. Betreut werden die Kinder von elf Mitarbeitern in der Schule. In der Kita gibt es 57 Hortplätze inklusive einer Gruppe von 17 Kindern, die im Gemeindehaus der Kirche untergebracht ist. Diese Ausnahme ist nur für ein Jahr genehmigt. „Im neuen Schuljahr kommen etwa 50 Kinder mit Hortplatz-Bedarf dazu. Wir bräuchten etwa 200 zuverlässige Hortplätze für 2017“, erläuterte Nina Lohr.

Dass es große Probleme mit der Schulkinderbetreuung gibt, bestätigte Jörg Asmussen, Leiter des Fachdienstes Frühkindliche Hilfen von der Stadt. In Gadeland sei eine Ausnahme genehmigt worden, obwohl die Ratsversammlung beschlossen hat, die Hortbetreuung in Kitas zurückzufahren und statt dessen die Kinder nach dem Unterricht von den Schulen betreuen zu lassen. Eine Möglichkeit in Gadeland sei, ein zweites Angebot auf dem Schulgelände zu etablieren: „Nur so kommen wir aus der Not heraus. Dass die Kinder im Gemeindehaus untergebracht sind, ist kein Dauerbetrieb.“ Der Stadtteilbeirat werde mit der neuen Schulleiterin Möglichkeiten ausloten, sagte Beiratsvorsteher Dr. Volker Matthée.

Das zweite Thema des Abends sorgte zwar für viele Beiträge, aber für wenig konkrete Ergebnisse. Es ging um die Buslinie 6/66, die unter anderem nicht mehr auf der Boostedter Straße Richtung Stadt fahren sollte, da dort drei Linien parallel fahren. Sowohl Beiratsmitglieder als auch Anwohner aus dem Publikum gaben diverse Bedenken zu Protokoll – am Ende der Diskussion waren laut Detlev Schulz vom Fachdienst Stadtplanung und -entwicklung nur zwei Dinge klar: Zum Einen wird der Fahrplan ab 14. Dezember umgestellt. Dies sorge für eine leichte Verbesserung der Anschlüsse am Bahnhof. Zum Anderen beeinflusst der aktuelle Ratsbeschluss, den regionalen Nahverkehrsplan fortzuschreiben, die Buslinienplanung. Es werde Gespräche mit den Stadtwerken geben, dann gehe das Ganze in den Planungsausschuss und dann in die Stadtteile, so Schulz.

In die Debatte mischte sich auch die Sorge um die Anwohnerbeiträge für die Sanierung der Straßen und die Abnutzung der Straßen durch Busse. Die Einstufung der Straßen sei jedoch nur vorläufig und noch nicht beschlossen, beruhigte Matthée.

Das dritte Thema Querungshilfe Segeberger Straße bei Getränke-Hoffmann fand nicht statt. Matthée verwies auf neue, erst am Mittwoch bei ihm eingegangene Informationen des Verkehrsplaners Michael Köwer. Der habe mitgeteilt, dass die Hilfe keine nachteilige Wirkung auf Verkehrssicherheit und -ablauf habe („zwingende Gründe für einen Rückbau werden nicht gesehen“). Angesichts der Kurzfristigkeit und der Abwesenheit von Beiratsmitglied Alexandra Mallon beantragte Matthée die Vertagung. Dem wurde stattgegeben.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 08:45 Uhr

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