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Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 11:48 Uhr

Erste Bilanz : Holsten-Galerie in Neumünster: Die Galerie läuft, das Parkhaus nicht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Christian Langsdorff, Manager der Holsten-Galerie, sieht das Center sechs Monate nach der Eröffnung auf Kurs.

Neumünster | Seit genau einem halben Jahr ist die Holsten-Galerie jetzt am Markt – und sie hat die Erwartungen des ECE-Konzerns bislang erfüllt. „Wir liegen über Plan und haben den Eindruck, dass die Galerie von den Neumünsteranern und den Menschen im Umland gut angenommen wird“, sagte Centermanager Christian Langsdorff dem sh:z.

Die automatisierten Zählungen an den Eingangstüren der Galerie ergeben vom Eröffnungstag 15. Oktober bis heute eine durchschnittliche Kundenzahl von 19.000 pro Tag. Von Januar bis März, also ohne Eröffnungsboom und Weihnachtsgeschäft, sind es immerhin noch 17.000. Auch die im Haus gemachten Umsätze liegen leicht oberhalb der Planung. An den drei verkaufsoffenen Sonntagen kamen jeweils etwa 22.000 Besucher (in fünf Stunden).

Aus regelmäßigen Befragungen wissen die ECE-Manager auch einiges über ihre Kunden, zum Beispiel die Art der Anreise: 41 Prozent kommen mit dem Auto, 31 Prozent zu Fuß, 12 Prozent mit dem Bus, je 7 Prozent mit der Bahn und dem Rad (2 Prozent „Sonstiges“). Die relativ hohe Zahl der Fußgänger bewertet Langsdorff als „gut für die Innenstadt, denn diese Menschen gehen automatisch auch an vielen anderen Geschäften vorbei“.

Der Anteil der Stammkunden ist in der Galerie sogar höher als im ECE-Durchschnitt. Langsdorff: „Wir peilen immer 60 Prozent an, liegen in Neumünster aber bei 68 Prozent.“ Als Stammkunde gilt, wer mindestens alle zwei Wochen in das Center kommt.

Der Einzugsbereich der Besucher liegt innerhalb der Erwartungen. Durchschnittlich 55 Prozent der befragten Kunden geben an, in Neumünster zu wohnen. 20 Prozent nennen eine Fahrzeit von mindestens 15 Minuten und 10 Prozent von 30 Minuten. Aus Strichlisten der auf dem Parkdeck und im Parkhaus abgestellten Autos wissen die Centermanager, woher die Fahrzeuge kommen: 24 Prozent aus Neumünster, 20 Prozent Kreis Rendsburg-Eckernförde, 18 Prozent Segeberg, 6 Prozent Steinburg, je 4 Prozent Kiel und Plön. Und Langsdorff hat noch zwei interessante Zahlen parat: Der Kunde ist im Durchschnitt 40 Jahre alt und bleibt 103 Minuten im Center.

Wenn es ein Sorgenkind gibt, dann ist es das Parkhaus an der Kaiserstraße. Das Parkdeck auf dem Dach der Galerie ist sehr gut ausgelastet, aber im Parkhaus ist noch viel Luft nach oben. An den Eröffnungstagen mit viel (Gegen-)Verkehr wurden die Rampen von sehr vielen Autofahrern als zu eng kritisiert. Hier will das Management nachbessern und die Kurven mit Umbauten entschärfen. Außerdem hat ECE die Tageshöchstpreise gesenkt: Auf dem Deck von 15 auf 12 Euro, im Parkhaus sogar von 15 auf 6 Euro.

Eine andere Wunschmaßnahme bleibt Langsdorff bislang verwehrt: Er würde gern wieder an Dauerparker vermieten. Das ist seit der Eröffnung laut Baugenehmigung nicht erlaubt, weil dann die Zahl der nachzuweisenden Stellplätze nicht erreicht wird. „Wir sind darüber aber in Gesprächen mit der Stadt“, sagt Langsdorff.

Sein erstes Fazit nach sechs Monaten lautet: „Es macht Spaß, in Neumünster zu arbeiten. Hier sind viele Akteure im Handel, den Verbänden, beim Citymanagement, die die Stadt gemeinsam voranbringen wollen“, sagt Langsdorff.

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erstellt am 18.Apr.2016 | 07:00 Uhr

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