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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 09:13 Uhr

Neues Buch : Hier kriegen Männer-Typen ihr Fett weg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Astrid Schulzke hat ein neues Buch geschrieben: „Männer, Mord und Macken“ nimmt den Geschlechterkampf ganz gehörig auf die Schippe

Neumünster | Männer lügen, verdrehen Frauen den Kopf mit falschen Komplimenten, sie dominieren, hintergehen, klammern oder täuschen: Das starke Geschlecht kommt im neuen Buch von Astrid Schulzke nicht gut weg. „Männer, Mord und Macken“ hat die Neumünsteranerin (60) ihr Werk genannt, in dem sie jede Menge Männer-Typen versammelt – zur Abschreckung und als lehrreiches Beispiel, wie es aus ihrer Sicht nicht sein soll.

Sie selbst sagt es augenzwinkernd: „Frauen reden sich Männer oft schön. Insofern kriegen auch meine Geschlechtsgenossinnen ihr Fett weg. Sie sollen lernen: Guck’ genau hin, belüge Dich nicht selbst.“ Vorlagen dafür gab es in ihrem Leben – ihrem eigenen Leben und auch in dem anderer Frauen.

Die Diplom-Erzieherin arbeitet als Sozialarbeiterin bei der Stadt, früher mit unbeschulbaren Kindern und auch heute noch mit Kindern mit Handicap an der Gustav-Hansen- und der Wichernschule. Sie arbeitete davor als Familienberaterin und Scheidungsmediatorin: „Mein Beruf ist es, Menschen zuzuhören und ihnen zu helfen, Lösungen für ihre Probleme zu finden.“ So hört sie viele verschiedene Geschichten.

Ihre Protagonistin in dem Buch heißt Karla, ist 40 und hat nach reichlich Beziehungs-Auf- und -Ab einen Typen namens Karl-Dieter, Anfang 50. „Ich habe das so geschrieben, als ob ich das erlebt habe. Karla hat autobiographische Züge, aber sie ist nicht ich“, sagt die Autorin. Denn alle bisherigen Kerle Karlas haben irgendwie alle das Zeitliche gesegnet. Dann schafft es Karl-Dieter mit einem Cabrio, das er ihr zum Geburtstag schenkte, in einen Bergsee zu stürzen – er verschwindet. Karla macht sich in einem Dorf irgendwo in den Alpen auf die Suche nach ihm. Währenddessen erinnert sie sich an ihre Verflossenen – eine Reihe von Typen, die Astrid Schulzke absichtlich überzeichnet, die aber jeder irgendwie kennt. Da ist Reinhard, der Geizhals, der pedantisch Socken faltet, ihr erster One-Night-Stand Reiner, Bernhard, der Besserwisser, und Rudolf, der Seelentröster.

Eigentlich sollte es ein Sachbuch werden. Doch während des Schreibens über die Macken der Männer war das so skurril und komisch, dass sich Astrid Schulzke für die Roman-Form entschied – satirisch und auch frivol, mit einem Schuss Erotik.

Ihr Mann, der Künstler Kurt Schulzke (66), illustrierte den Roman ebenso wie ihren ersten Gedicht-Band. „Komme ich in dem Buch vor?“ fragt er seine Frau spitzbübisch. Die gibt zu, dass Karl-Dieter durchaus an ihn angelehnt ist. Sein launiger Kommentar: „Ich bin begeistert und fühle mich angegriffen.“ Sie sagt: „Es ist ein Buch, das man gut im Urlaub oder in der Badewanne lesen kann.“ Und strahlt ihren Mann an und freut sich über jeden Kommentar. Ihm geht es nach einer schweren Herzoperation im Sommer, bei der er vier Bypässe und eine neue Herzklappe erhielt, wieder besser: „Nur das Gehen fällt noch etwas schwer“, sagt er.

Das Buch von Astrid Schulzke kostet 19,80 Euro und ist in allen Buchhandlungen erhältlich.

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erstellt am 31.Okt.2016 | 17:00 Uhr

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