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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 20:54 Uhr

Abflug : Herzliches „Tschüss“ für Ukraine-Kinder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vier Wochen waren 25 krebskranke Kinder aus der Ukraine zur Erholung in Neumünster / Organisatorin Eberhardine Seelig zog ein positives Fazit / Tränenreicher Abschied

Neumünster | Die vier Wochen waren im Nu verflogen: Mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen, Erinnerungen im Koffer und Fotos auf den Handys ging es für die 25 krebskranken Kinder aus der Ukraine gestern wieder zurück nach Hause. Eberhardine Seelig, die die Reha-Kur seit 25 Jahren organisiert, zog ein positives Fazit: „Alle Werte sind super, alle haben sich prima erholt.“

Das sah sie am deutlichsten bei Viktoria Lytviuiuk (10): Das Mädchen, das aufgrund eines Knochentumors ein verkürztes Bein hat und orthopädische Schuhe erhielt, hüpfte lebenslustig durch die Schule. „Ich dachte, ich gucke nicht richtig, das war richtig toll“, freute sich Eberhardine Seelig. Insgesamt habe die Reha-Kur den Kindern eine positive Einstellung vermittelt: „Das hilft ihnen, gesund zu werden, die Seele ist ein wichtiger Faktor.“

Die Kinder kürten auch eindeutige Favoriten, was ihnen am besten gefallen hatte: „Tolk-Schau!“ – „Das Fliegen über Neumünster!“ Der Flugsportclub hatte alle Kinder zum Rundflug eingeladen. Weitere Ausflüge gingen nach Tasdorf zum Bauern Voigt, nach Appen und zum Augustenhof. Dort überreichte Inner-Wheel-Präsidentin Brigitte Boege 500 Euro, die aus dem Kuchenverkauf beim „Jazz im Park“ zusammengekommen waren. Sie gehörte damit zu den vielen Spendern, die die Reha-Kur ermöglichen. Eberhardine Seelig dankte allen: „Es gibt sogar Menschen, die sagen ihren Namen nicht und drücken mir 500 Euro in die Hand.“

„Gottes Segen, und ich wünsche Euch ein langes Leben. Schreibt mir gerne mal eine Karte“: Eberhardine Seelig verabschiedete alle mit guten Worten, dann umarmten sie alle Kinder, Tränen flossen. SWN-Busfahrer Matthias Stoeck hatte die Kinder auch schon nach Appen und Tolk chauffiert und fuhr sie zum Flughafen Hamburg zum Direktflug nach Kiew.

Gleich danach fingen die Helfer an, die ersten Körbe voller Bettwäsche und Handtücher zu waschen und die Gemeinschaftsschule Faldera wieder „zurückzubauen“, die am Mittwoch „schulfein“ übergeben werden muss. Wer noch mithelfen und anpacken möchte, meldet sich bei Eberhardine Seelig (Tel. 0 177 / 3 72 24 00).

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erstellt am 27.Aug.2016 | 11:00 Uhr

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