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Statt-Theater : Heiterer Vortrag über den weiblichen Alltag

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In ihrem Programm „Botox ist auch keine Lösung“ plauderte Bibi Maaß munter aus dem Nähkästchen einer über 50-Jährigen.

Neumünster | Vor vollem Haus gastierte am Freitagabend die Alleinunterhalterin Bibi Maaß im Statt-Theater am Haart. Sie hatte dort zum ersten Mal zu einem „Mädelsabend“ geladen, und 176 Frauen und vier mutige (oder ahnungslose?) Männer kamen zu einem heiteren Klatsch- und Tratschabend.

In ihrem Programm „Botox ist auch keine Lösung“ plauderte die gelernte Lokalredakteurin munter aus dem Nähkästchen einer über 50-Jährigen. Bibi legte Wert auf eine familiäre Atmosphäre, ließ das Saallicht an, duzte die Gäste, ging in der Pause mit den „Mädels“ rauchen und verströmte das Gefühl „Ich bin eine von euch.“

Sie griff in kleinen Geschichten Themen auf, die den meisten Besucherinnen so bekannt vorkamen wie falsch eingeräumte Geschirrspüler: Putzen, Männer, Menopause. Die Besucherinnen – überwiegend aus der Zielgruppe Ü-50 – konnten vor Lachen nicht an sich halten und prusteten drauf los, wenn Bibi Maaß bemerkte: „Jetzt habe ich in 27 Jahren Ehe so viele Treuepunkte gesammelt und stelle fest: Die kann ich ja nirgends einlösen!“ Oder den wortkargen Gatten im Wohnzimmer fast übersieht, weil er sich „so harmonisch in die Wohnlandschaft einfügt.“

Die Sorgen der braven deutschen Hausfrau nahm Bibi Maaß humorvoll, natürlich und mit viel Selbstironie auf die Schippe. Zu Beginn holperten Text und Witz noch etwas, doch im Verlauf des Abends sprach sie sich warm. Auch wenn man über die Themen mal gründlich mit einem Staubwedel gehen könnte und die Präsentation nicht verhehlte, dass eine Bühnenamateurin am Werk war, punktete Bibi Maaß mit ihrer unprätentiösen Art.

„Sie stellt es dar, wie es ist. Ich erkenne mich und auch andere Personen in ihren Geschichten wieder“, sagte Andrea Couchon aus Bönebüttel. Ihr Mann Jens war einer der vier männlichen Gäste – und saß zu allem Überfluss noch in der ersten Reihe, bekam also so manchen verbalen Seitenhieb ab. Die Karten waren ein Geschenk, dass es sich um einen Mädelsabend handelte, wussten beide vorher nicht. Dennoch bekannte Jens Couchon: „Ich finde es lustig.“

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