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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 01:24 Uhr

Linienstrasse : Haus der Caritas strahlt im alten Glanz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Dach, Fassade und Fenster wurden für 352 000 Euro saniert. Der Pflegedienst benötigt mehr Platz und zieht ins Dachgeschoss

Neumünster | Nach acht Monaten intensiver Sanierungsarbeiten erstrahlt das Haus der Caritas an der Linienstraße wieder im alten Glanz. Gestern war die offizielle Einweihungsfeier. 352  000 Euro ließ sich der Landesverband der Caritas die dringend nötigen Reparaturen kosten.

In dem 106 Jahre alten Haus, das die Königliche Eisenbahndirektion 1909/10 bauen ließ und das 1984 die katholische Kirche kaufte, mussten das Dach, ein Großteil der Fenster und die Fassade erneuert werden. „Das Dach war undicht, es regnete durch die Fenster, die Wände auf der Wetterseite waren feucht“, beschrieb Architekt Ludger Hüttenmüller das Problem. Die noch zu Bahn-Zeiten übermalte Fassade wurde wieder freigelegt, gereinigt, Risse dabei geschlossen und neu beschichtet. Auf diese Weise konnte auch – in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde – die originale optische Teilung in Mauerwerk und Putzfassade wieder hergestellt werden. Beauftragt wurden überwiegend Neumünsteraner Firmen.

Die Sanierung der Heizungsanlage ist geplant, soll aber erst umgesetzt werden, wenn die Stadtwerke die Fernwärme von Dampf auf Heizwasser umgestellt haben. Das Vordach muss noch erstellt werden, und die Außenanlagen sind 2017 fällig. Für den erwünschten Innenausbau müssten noch Spenden eingeworben werden, sagte Angelika Berger, die Direktorin des Caritas-Landesverbands.

Als Hausherrin hat Melanie Müller-Semrau von der Orts-Caritas viele Ideen, wie die Arbeit noch besser auf die Bedürfnisse zugeschnitten werden kann. „Die Pflegestation hat enormen Zulauf “, sagte sie. Die Station zieht deshalb ins größere Dachgeschoss, die Kleiderkammer rückt von dort nach unten. „Ich finde das Thema offene Altenarbeit ganz spannend. Wir wollen da etwas tun und sind mit der Seniorenbegegnungsstätte gut aufgestellt“, sagte sie.

Zum Komplex im Haus der Caritas gehören neben dem Orts-Caritasverband, dem ambulanten Pflegedienst, dem Migrationsdienst, der Kleiderkammer und der Seniorenbegegnungsstätte als Fachverbände auch noch die Malteser und der Sozialdienst katholischer Frauen. Unmittelbare Nachbarn sind das Familienzentrum mit der Kita und das Eduard-Müller-Haus – und die Kirche St. Maria-St. Vicelin ist ja ebenfalls in Sichtweite. Für den Wunsch nach mehr Parkplätzen deutet sich eine Lösung an. Die Bahn trat wegen des geplanten Brückenneubaus an die Caritas heran und möchte gerne für die Bauzeit Abstellfläche mieten. Vom Mietertrag könnten 18 Parkplätze geschaffen werden, deutete Angelika Berger an.

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erstellt am 03.Sep.2016 | 13:00 Uhr

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