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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 13:23 Uhr

Kirchengemeinderatswahl : Gut 35 000 Gläubige konnten wählen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Wahllokale waren ab 9 Uhr geöffnet / 94 Mandatsträger sollten für die kommenden sechs Jahre bestimmt werden.

Neumünster | Noch ehe das letzte Amen gestern in den Gottesdiensten gesprochen war, standen die ersten Wähler ab 9 Uhr morgens schon auf der Matte. Bei sonnigem Wetter liefen die Kirchengemeinderatswahlen in den elf evangelisch-lutherischen Gemeinden in Neumünster (siehe Infokasten) gut an. Insgesamt waren 35  465 Bürger ab 14 Jahren aufgerufen, 94 Mandatsträger für die kommenden sechs Jahre neu zu bestimmen. Die endgültigen Ergebnisse stehen aufgrund eines komplizierten Auswahl-Procederes erst in den kommenden Tagen und Wochen fest.

Die Wahlbeteiligung lag bei der vergangenen Wahl in der Stadt laut Propst Stefan Block zwischen unter 10 und 40 Prozent. Jedoch hätten sich die Gremien in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. „Sie sind jünger, weiblicher und aktiver geworden. Früher saßen darin nur alte Männer“, sagte er bei seiner Rundtour durch die Wahllokale der Stadt. Den ehrenamtlichen Helfern überreichte Block als Dank Stollen. Probleme, geeignete Kandidaten zu finden, habe es in Neumünster nicht gegeben, teilte der leitende Geistliche mit. „Es ist wichtig, seine Stimme abzugeben. Zum einen ist das Rückenwind für die Kandidaten, zum anderen zeigen die Wähler damit auch: Wir interessieren uns dafür, was in unserer Gemeinde passiert“, sagte er.

Die Kirchengemeinderäte sind immer zu Zweidritteln mit Laien und zu einem Drittel mit Hauptamtlichen, meist den Pastoren, besetzt. Sie tragen Verantwortung unter anderem für Personal, Finanzen und den Gottesdienst. „In den Kirchen wird die Demokratie gelebt“, betonte der Propst.

Die Gadelander Erlöserkirche verband die Wahl gestern mit einem Gemeindefest. „Wir haben das bewusst so gelegt, um auch mehr Aufmerksamkeit zu bekommen“, teilte Pastor Ole Kosian mit. Das Konzept ging leider nicht auf. Obwohl schon zum Gottesdienst am Morgen die Kirche mit rund 130 Gästen gut besucht war und viele anschließend zur Stimmabgabe ins benachbarte Gemeindehaus schritten, sank die Wahlbeteiligung von zuletzt 9,9 Prozent im Jahr 2008 auf nur noch 8,6 Prozent.

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erstellt am 28.Nov.2016 | 06:30 Uhr

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