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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 13:15 Uhr

Kinderkur : GS Faldera wird zum Ausweichquartier für das Reha-Camp

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Tschernobyl-Kinder kommen Ende Juli: In der Fröbelschule muss die Heizung in den Sommerferien saniert werden / Helfer für verschiedene Aufgaben werden noch gesucht

Neumünster | Es gibt immer wieder neue Herausforderungen: Nachdem in jüngster Zeit die Reha-Kur der krebskranken Kinder aus der Ukraine recht reibungslos verlief, hat Organisatorin Eberhardine Seelig jetzt unerwartete Schwierigkeiten. Die Fröbelschule kann nicht genutzt werden, und nun wird die Gemeinschaftsschule Faldera zum Ausweichquartier. Es werden daher mehr Helfer als sonst für den Schul-Umbau gesucht. Zudem ist der Flug in diesem Jahr für Kinder und Betreuer extrem teuer.

Eines steht fest: „Die Kinder landen am Freitag, 29. Juli, in Hamburg“, sagt sie. Die Fröbelschule fällt aus, weil die Heizungsanlage in den Sommerferien saniert wird. „Während der Bau-Phase hätten wir kein warmes Wasser oder auch mal gar kein Wasser, das ist unzumutbar“, sagt Eberhardine Seelig. In Frage kam nur der Neubauflügel der GS Faldera. „Wir können allerdings dort keine so familiäre Situation wie in der Fröbelschule erreichen, der Speiseraum ist für etwa 1000 Schüler ausgelegt. Wir werden improvisieren müssen.“ Kinder und Betreuer müssen über den Schulhof zu den Duschen zur Turnhalle – auch das ist problematisch. „Notfalls richten wir mit einem Kleinbus einen Pendelverkehr ein, damit die Kinder trocken bleiben“, sagt Eberhardine Seelig.

Sie ist seit Wochen und Monaten am Telefonieren, Mailen und Vorbereiten. Dazu gehörte auch das Treffen in Kiew. Eltern und Kinder waren per Zug bis zu 1200 Kilometer weit angereist. Dokumente einsammeln, medizinische Fragen klären, Kinder wiegen und messen – eine Menge wurde erledigt.

Benötigt werden nun neben Kinderkleidung auch Medikamente. Denn in der Ukraine gibt es keine Krankenversicherung, Eltern müssen oft Medikamente aus eigener Tasche bezahlen.

Gesucht werden Helfer für den Aufbau (23. Juli) und den Rückbau (26. August) der Schule an der Franz-Wieman-Straße. Auch Helfer für die Mahlzeiten, zum Kuchenbacken, für Fahrdienste zu Zahnärzten und bei Ausflügen sind gefragt. Sorgen bereiten der Organisatorin auch die Flugkosten von mehr als 11 500 Euro – „so teuer war es noch nie bei der Fluggesellschaft Wizz-Air, der einzigen Linie mit Direktflug Kiew – Hamburg.“

Wer helfen oder spenden möchte, kann sich bei Eberhardine Seelig melden: Tel. 0177/3722400, E-Mail: seelig-david@t-online.de. Weitere Infos und das Spendenkonto gibt es im Internet unter www.ukrainischekinderkrebshilfe.de.

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erstellt am 06.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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