zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 19:35 Uhr

Kinder- und Jugendbuchwochen : Gruselige Gedichte entstehen in der Nacht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Kieler Schriftsteller Arne Rautenberg las bei den Kinder- und Jugendbuchwochen vor 63 Viertklässlern der Gartenstadtschule.

Neumünster | Wie kommt das Skelett unter das Bett? Warum trägt man seine Mütze montags falsch herum? Und was passiert, wenn mehrere Zombies in einem Kombi unterwegs sind? Antworten auf diese Fragen erhielten 63 Schüler aus drei vierten Klassen der Gartenstadtschule. Im Rahmen der 33. Kinder- und Jugendbuchwochen hatte die Kinder- und Jugendbücherei an der Wasbeker Straße den beliebten Schriftsteller Arne Rautenberg eingeladen. Die landesweite Aktion wird von der Büchereizentrale Schleswig-Holstein koordiniert und vom Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

Mit großem Interesse verfolgten die Grundschüler, wie Arne Rautenberg einen typischen Tag in seinem Leben skizzierte. Der besteht in erster Linie aus dem Schreiben von Geschichten – genauer gesagt Gedichten –, die der 49-jährige Kieler bevorzugt zwischen 0 und 2 Uhr zu Papier bringt. Entstanden sind in solchen kreativen nächtlichen Stunden unter anderem Gedichte wie „Hexensuppe“, „Die tollen Walrosse“ oder „Das dunkle Zimmer“. Besonders die gruseligen Texte hatten es den Schülern angetan, nach jedem Gedicht gab es begeisterte Jubelrufe und Zwischenapplaus von den Kindern.

Arne Rautenberg freute sich über den großen Zuspruch seines jungen Publikums und verriet den Schülern so manchen Trick aus seinem Berufsleben: „Gedichte müssen sich gar nicht reimen. Aber wenn ein Dichter das gerne möchte, kann er ein sogenanntes Reim-Lexikon benutzen“, erklärte er den Kindern und forderte sie auf, ein beliebiges Tier zu nennen. „Seeelefant“, lautete die Antwort eines Schülers, und Rautenberg legte mithilfe des Lexikons sofort los. „Ich bin ein goldener Seeelefant, aber eigentlich ganz schön abgebrannt“, formulierte er und sorgte bei den Schülern für große Erheiterung.

Tjark (10) aus der Klasse 4b gefielen besonders die Gedichte über Skelette und Zombies. „Ich kannte Herrn Rautenberg vorher noch nicht, aber ich würde jetzt gerne mal ein Buch von ihm lesen.“ Die zehnjährige Samantha aus der Klasse 4c hat mit „Supermann im Supermarkt“ bereits ein Buch des Kielers zu Hause im Regal stehen. „Ich finde seine Texte sehr gut und die Bilder dazu total lustig. Es war schön, Herrn Rautenberg kennenzulernen, und ich werde mir auf jeden Fall noch ein Buch von ihm lesen.“

Auch Inga-Solveigh Fischer, Lehrerin an der Gartenstadtschule, war nach der Lesung begeistert: „Wir haben Arne Rautenberg schon einmal erlebt, er macht das wirklich total toll und sehr kindgerecht. Solche Aktionen regen zum Lesen an, und das ist ja unser Ziel.“
 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 29.Nov.2016 | 11:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen