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Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 21:17 Uhr

Verschmutzung : Grundwasser im Raum Neumünster und Bad Segeberg mit Nitraten verunreinigt

vom

Wasserproben aus privat genutzten Brunnen belegten überschrittene Grenzwerte. Trinken sollte man das Wasser nicht.

Neumünster/Bad Segeberg | Viel zu hohe Nitratwerte im Grundwasser hat der VSR-Gewässerschutz bei den Brunnenwasserproben festgestellt. Die Proben wurden in Neumünster und in Bad Segeberg jeweils beim Labormobil abgegeben. In jeder neunten untersuchten Probe habe die Nitratkonzentration oberhalb des Grenzwertes der deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter gelegen. Insgesamt wurden bei der Untersuchung das Wasser aus 91 privat genutzter Brunnen analysiert.

In einer Pressemitteilung warnen die Gewässerexperten vor einer weiteren Überdüngung der landwirtschaftlichen Böden. Es komme dadurch zu einer unnötig hohen Nitratauswaschung ins Grundwasser. Da es für die Wasserversorger in der Zukunft immer aufwendiger werde, Wasser zu liefern, das den Grenzwert von 50 mg/l Nitrat einhält, würden die Preise für Leitungswasser steigen.

Die Mitglieder vom VSR-Gewässerschutz fanden bei der Untersuchungen 125 Milligramm Nitrat pro Liter in einem privat genutzten Brunnen in Bornhöved. Weitere mit Nitraten stark verschmutzten Brunnen stellten die Umweltschützer auch in Tasdorf mit 84 Milligramm pro Liter (mg/l), in Neumünster mit 73 mg/l, in Willingrade mit 111 mg/l, in Rickling mit 110 mg/l, in Negernbötel mit 83 mg/l, in Wittenborn mit 74 mg/l und in Neuengörs mit 61 mg/l fest.

Das Wasser überschreitet die festgelegten Werte zur Trinkwasserverordnung und sei nicht mehr zum Trinken geeignet, teilt der Pressesprecher des VSR, Harald Gülzow, mit. Besonders wichtig sei außerdem, dass derart belastetes Wasser nicht zum Befüllen eines Fischteichs genutzt wird. Es bestehe die Gefahr, dass es zur Massenvermehrung von Algen kommt. Diese können beim Absterben zum Fischsterben führen.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 11:34 Uhr

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