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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 07:09 Uhr

Wertstoffzentrum : Grüner Trödelmarkt lockte 2000 Gartenfreunde an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Padenstedter Weg brummte es am Sonnabend: 50 Anbieter sorgten für Vielfalt von Pflanzerde über Setzlinge und Werkzeuge bis hin zur Dekoration für draußen.

Neumünster | „Der Start zum Gartenflohmarkt ,Grüner Trödeln’ vor einem Jahr war überraschend gut“, sagte Bernd Clausen, Betriebsleiter des Wertstoffzentrums am Padenstedter Weg. „Aber heute können wir das locker überbieten.“

Waren es in 2014 insgesamt 25 private Anbieter von Pflanzen, Gartenwerkzeugen, Pflanztöpfen und -schalen sowie Gartenmöbel und sonstigem Trödel, so kamen am vergangenen Sonnabend 45 private und fünf betriebseigene Verkäufer in die Bioaufbereitungshalle der Biologischen Abfallverwertungsgesellschaft (BAV). Bereits in der ersten Stunde zählten Mitarbeiter 800 Gäste. Insgesamt besuchten rund 2000 Gartenfans den grünen Markt. 30 Mitarbeiter standen als Helfer bereit. Marlis Zanovello und ihr Mann aus Kisdorf bereiteten sich schon seit Weihnachten auf diesen Markt vor. „Zuerst im Wintergarten, dann im Gewächshaus ziehen wir 30 Sorten Tomaten, ebenso viele Chilis, dazu Beeren, Bärlauch, Kürbisse, eigentlich alles, was im Garten wächst“, sagte sie und wandte sich ihren Kunden zu, denn am Stand brummte der Verkauf. „Das Geschäft läuft echt super“, so die Kisdorferin.

Auch Thomas Strempel aus Neumünster war zufrieden, er erstand drei große Sturmlaternen. Früh aufgestanden waren Susanne und Bernd Gutzner aus Horst bei Elmshorn. Sie kauften winterharte Blumen und nahmen noch zwei Eimer Pflanzerde mit. Die Eimer gab es bei einem Gewinnspiel der BAV, bei dem es um Fragen um den Betrieb aber auch um die Biotonne ging. Den Inhalt für die Eimer konnte sich jeder selbst aussuchen von Kompost bis zu Rindenmulch. Doch nicht nur Kaufen war angesagt. Zur Landesgartenschau in Eutin gab es einen Infostand, und wer genug hatte vom Trödeln, der konnte sich bei Kaffee und Kuchen ausruhen. Die Wanderfreudigen hingegen bestiegen den 60 Meter hohen Deponieberg, um sich Neumünster von oben anzusehen. Naturfreunde sahen rundum Grün, auch Richtung Stadtzentrum. Nur einige Industrieanlagen wie beispielsweise der Wasserturm oder das Milchverarbeitungswerk ragten aus dem Grün hervor.

Sichtlich zufrieden war Bernd Clausen, doch er hatte schon den Blick für das nächste Jahr: „Ideen haben wir viele, so könnte ich mir vorstellen, auch mal Kunst oder Kunsthandwerk aus den bei uns aufbereiteten Materialien zu zeigen.“ Da zur gleichen Zeit auch der normale Betrieb der Abfallentsorgung lief, war ordentlich was los an der Padenstedter Straße.

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