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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 09:59 Uhr

Bauausschuss : Großflecken ist nach der Köste wieder Baustelle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach dem Stadtfest beginnt die Erneuerung des Kanals . Die Stadt rechnete mit zwei Monaten Bauzeit. Auch in der Lütjenstraße wird saniert.

Anlieger, Geschäfte und deren Kunden auf dem Großflecken müssen sich auf einen baustellenreichen Sommer einstellen: Im Vorgriff auf die geplante Umgestaltung will die Stadt unmittelbar nach der Holstenköste (9. bis 12. Juni) mit der Sanierung des Mischwasserkanals zwischen Rathaus und Klostergraben beginnen. Das kündigte Tiefbauchef Ralf-Joseph Schnittker am Donnerstagabend im Bauausschuss an. Veranschlagte Bauzeit: etwa zwei Monate.

Die Kanalinspektionen der vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass der Hauptkanal in gutem Zustand sei, sagte Schnittker: „Dafür müssen wir an zahlreiche marode Hausanschlüsse ran!“

Um den Verkehr und Geschäftsbetrieb so wenig wie möglich zu stören, wollen sich die Tiefbauer abschnittsweise von Süden her voranarbeiten. Dabei kommt ihnen entgegen, dass ein Großteil der Hauptleitungen unter dem Platz, nicht unter der Fahrbahn liegen. Geplant ist, den Großflecken in der Startphase vor dem Rathaus etwa in Höhe bis zum südlichen Rondell zu sperren. Der Großflecken wird in dieser Zeit erneut zur Einbahnstraße, diesmal vom Gänsemarkt aus. Autofahrer können dann von Norden einfahren, müssen aber spätestens am südlichen Rondell wenden. Wie lange die Sperrung dauert, ist noch offen.

Auch in der Lütjenstraße steht die Reparatur den Mischwasserkanals an, auch hier müssen Hausanschlüsse ausgetauscht werden. Im Unterschied zum Großflecken wollen die Tiefbauer den Kanal in Straßenmitte hier jedoch im so genannten Inliner-Verfahren reparieren. Dabei wird in den bestehenden Kanal ein flexibler Schlauch eingezogen, der den Kanals abdichtet. Vorteil des Verfahrens: Die Lütjenstraße müsste nur an wenigen Endpunkten geöffnet werden, die Pflasterdecke selbst bliebe – von den Kleinbaustellen für die Hausanschlüsse abgesehen – weitgehend unangetastet.

Auch für die Lütjenstraße rät Schnittker von einer „Big-Bang-Abwicklung“ ab. „Wir könnten die Straße in einen Zug sanieren, würden die Straße dann aber weitgehend lahmlegen.“ Der Tiefbauchef schlägt vor, lieber in zwei oder drei Abschnitten zu bauen und dafür längere Bauzeiten in Kauf zu nehmen. Um einen Baustellenstau in der Innenstadt zu vermeiden, will der Tiefbauchef die Kanalsanierung in der Lütjenstraße möglichst bald angehen. Allerdings könnten die Tiefbauer dann keinen Rücksicht auf die noch laufenden Planungen zur neuen Oberflächengestaltung nehmen. Die Straße würde so wieder hergerichtet wie sie ist. Für die seit langem geplanten Reparaturen stehen Haushaltsmittel bereit. Mit Blick auf den Streit um die Beteiligung von Anliegern an den Straßenbaukosten mochte sich Schnittker einen „Hinweis“ an den Ausschuss nicht verkneifen: „Es besteht Beitragspflicht für Anlieger!“

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erstellt am 23.Apr.2016 | 08:45 Uhr

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