zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

01. Juni 2016 | 01:40 Uhr

Zwei Demonstrationen : Großer Polizeieinsatz am Sonntag

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auf dem Großflecken werden sich Vertreter einer Anti-Flüchtlings-Kundgebung und Gegendemonstranten gegenüber stehen.

Neumünster | Die Polizei bereitet sich auf den nächsten größeren Einsatz am Sonntag vor. Ein bekannter Neonazi hat eine Anti-Flüchtlings-Kundgebung mit rund 250 Teilnehmern auf dem Großflecken in Höhe des Rathauses angemeldet, und nun wird außerdem eine große Gegendemonstration mit rund 400 Teilnehmern in unmittelbarer Nähe geplant.

Unter dem Motto „Ein Platz für Flüchtlinge. Kein Platz für Nazis“ wollen rund 400 Gegendemonstranten dem Aufzug der Rechten entgegentreten. „Das Bündnis gegen Rechts und die Türkische Gemeinde rufen ‚um fünf vor zwölf‘ auf dem Großflecken zu einer Kundgebung gegen rassistische Hetze auf“, erklärte Dr. Heiner Wadle vom Bündnis gegen Rechts (BGR). Treffen soll auf dem Nordteil in Höhe C&A sein. „Wir treten gegen jede Form rassistischer Stimmungsmache, gegen weitere Verschärfungen des Asylrechts und gegen Pegida, Alfa, AFD und NPD ein und wollen den Nazis nicht den Raum für ihre menschenverachtende und verlogene Politik überlassen“, so Wadle. Mehrere Redner, unter anderem Kirsten Eickhoff-Weber (SPD), Angelika Beer (Piraten), Gösta Beutin (Linke) und Tufan Kiroglu (Türkische Gemeinde) wollen ab 12 Uhr dazu sprechen.

Eine Stunde später heißt es bei den Rechten „Bürger aufgewacht, denn es geht um unser Land“. Auf der Facebook-Seite „Neumünster wehrt sich“ , die dazu ebenfalls aufruft, heißt es weiter, man wehre sich „gegen Asylbetrug“, „gegen sexuelle Übergriffe und Gewalt auf den Straßen“. Die stationäre Kundgebung ist bis 16 Uhr angemeldet.

Das Bündnis gegen Rechts sieht mit Sorge einen Wandel des politischen Klimas. „Die aus Angst vor sozialem Abstieg entstehende Wut wird von Rechtspopulisten in rassistische Bahnen gelenkt. Sündenböcke werden aufgebaut. Die Hetze ‚besorgter Bürger‘ wird von Teilen der Politik aufgegriffen und befeuert“, erklärten die Organisatoren der Gegendemonstration.

Die Polizei wird laut Sprecher Sönke Hinrichs „mit genügend Kräften vor Ort sein. Wir bereiten uns auf den Schutz des Versammlungsrechts vor“, sagte er.

zur Startseite

von
erstellt am 24.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert