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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 21:50 Uhr

Tierpark : Großer Ansturm bei der Pokémon-Jagd

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

800 kleine und große Monster-Jäger kamen zum zweiten Themenabend mit ihren Handys in den Tierpark.

Neumünster | „Die Zahl der Pokémon Go-Spieler ist rückläufig“, meldeten in den vergangenen Tagen verschiedene Nachrichtendienste.Das gilt aber nicht für Neumünster. Zur zweiten Auflage der Jagd auf die kleinen visuellen Monster Pikachu, Bluzuk, Evoli oder Hornilu (inzwischen gibt es über 100) kamen am Freitagabend 800 Fans des Spieles in den Tierpark. Vor 14 Tagen, bei der ersten Runde, waren es 600 Besucher.

Aber nicht nur die Zahl der Teilnehmer hat sich erhöht: Dank Werbung im Radio, im Internet und in der Zeitung kamen diesmal Jäger aus Orten zwischen Schafflund in Nordfriesland und Hannover an die Geerdtsstraße. Es waren auch viel mehr Familien mit kleinen und großen Kindern, eine zunehmende Zahl von kostümierten Fans dabei. Leiterin Verena Kaspari verkaufte schon vor der Öffnungszeit mit einer mobilen Kasse Eintrittskarten, um den Ansturm zu reduzieren: „Wir haben ja nur zwei Kassen“, sagte sie.

Außerdem wartete der Tierpark mit verschiedenen neuen Ideen auf, um die Monster-Jagd noch interessanter zu gestalten. Unmittelbar hinter dem Eingang begrüßte „Professor Willow“, eine Figur aus dem Spiel, die Fans. Und genau wie im Spiel spendierte er Bonbons.Hinter Willow verbarg sich Mitarbeiter Stefan Fraundorfer, der selbst Fantasiespiele liebt und mit Freude die Rolle übernahm. Zusätzlich fand ein Gewinnspiel statt, das der Tierpark mit einem Fachhändler organisierte. Alle erhielten einen Zettel, mit dem sie an drei „Team-Stops“ im Tierpark Fotos von realen Tieren bestimmten Pokémon-Monstern zuordnen mussten. Aus den abgegebenen Zettel mit drei Stempeln verlosten der Tierpark und der Spiele-Händler Gutscheine für das Geschäft, für den Tierpark und Pokémon-Stofffiguren.

Ferner hatte der Tierpark sogenannte Lockmodule an den 15 vorhandenen Pokéstops installiert, um damit noch mehr Chancen für eine erfolgreiche Jagd zu schaffen. Professor Willow lud die Module immer wieder neu auf, um den Fans die Arbeit abzunehmen.

Ole Pusch (23) und Patrick Reeschke (24) aus Itzehoe und aus Kiel waren das erste Mal dabei. „Wir finden so eine Aktion gut, erst recht, wenn es noch ein Gewinnspiel gibt“, sagten sie. Jonte (10) und Cedric (12) kamen mit ihrer Mutter aus Schillsdorf.Dort gibt es eine Pokémon-Whatsapp-Gruppe, die dazu eingeladen hatte. Die Jungen hatten kaum Zeit für ein Foto mit Professor Willow. Schon wenige Schritte hinter dem Eingang waren sie, wie alle anderen, in das Spiel vertieft.

Tierpark-Chefin Verena Kaspari war erneut sehr zufrieden mit der Aktion: „Auf dem Tierparkgelände können sich die Spieler auf den Wegen ungestört auf die Jagd nach den kleinen virtuellen Monstern konzentrieren, und die Tiere werden in keiner Weise gestört, auch deshalb nicht, weil sich die Gäste ordentlich verhielten. Wir haben viel Lob gehört inklusive der Frage nach der nächsten Runde.“ Darüber sei aber erst einmal nachzudenken, so Kaspari. Die Einnahmen aus den beiden Sonderveranstaltungen fließen in die Umgestaltung des ehemaligen Wolfsgeheges zur neuen Mähnenwolfanlage.

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