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Tag der offenen Tür : Großer Andrang zum Saisonstart

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim Tag der offenen Tür mit Führung, Flohmarkt, Musik und Frühlingsfeuer der Gerisch-Stiftung platze die Villa Wachholtz fast aus den Nähten.

Neumünster | Einen rundum gelungenen Start in die neue Saison erlebte gestern die Herbert-Gerisch-Stiftung. Gut 550 Gäste rannten in der Villa Wachholtz zum Tag der offenen Tür beinahe die Türen ein. „Das veranstalten wir nicht jedes Jahr zum Saisonstart, aber die Ausstellung kommt so gut an bei den Besuchern“, erklärte Stifterin Brigitte Gerisch. Die Ausstellung „Wie es uns gefällt“ zeigt einen Großteil aus der mehr als 200 Exponate zählenden Sammlung von Brigitte und Herbert Gerisch.

Wegen der vielen Besucher teilten sich die Kunsthistorikerinnen Yanine Esquivel und Monika Schulze die erste Führung. Die brachte die Kunstliebhaber durch die Villa, die Galerie und das private Wohn- und Esszimmer von Brigitte Gerisch, um Plastiken, Malerei, Grafiken, Skulpturen und Videokunst zu bestaunen. „Wir sind immer dabei, wenn hier etwas los ist. Das Haus und der Garten sind echte Schmuckstücke in Neumünster“, meinte die Besucherin Sylvia Stölting aus Neumünster.

Zusammen mit ihrer Freundin Karen Jacobs hatte sie die Zeit vor der Führung genutzt, um in der Garage durch den Flohmarkt zu stöbern. Bilder, Geschirr, Holzmöbel, Weißwäsche und vieles mehr hatte Brigitte Gerisch aus ihrem Elternhaus in Felde angeboten. Auch Bierkrüge mit Deckel ihres verstorbenen Ehemannes waren im Angebot. „Ich habe eine hübsche Keksdose gefunden und einen Schleifenbandabroller aus Holz“, sagte Karen Jacobs.

Während der Führung erklärte Yvonne Esquivel, die seit einem Jahr als wissenschaftliche Mitarbeiterin angestellt ist: „Die Kunstsammlung ist aus persönlichem Geschmack entstanden und nicht nach finanziellen Aspekten.“ Die Besucherin Stefanie Pöpken war besonders angetan von einer Plastik aus Keramikschnecken des Künstlerduos Bertozzi und Casoni: „Das spricht mich sehr an, weil man den Schaffensprozess sieht. Generell finde ich die Ausstellung heterogen, und es ist für jeden etwas dabei.“

Gut besucht war auch das Harry-Maasz-Café, und das große Frühlingsfeuer versprühte etwas Wärme am regennassen Sonntag. Gegen 17 Uhr gab es einen musikalischen Ausklang mit Saxofonist Stefan Back und Massoud Godemann an der Gitarre.

Die Ausstellung „Wie es uns gefällt“ ist noch bis zum 7. Mai geöffnet. Dann beginnt der Umbau für die Schau von Niki de Saint Phalle, die vom 21. Mai bis 24. September zu sehen ist.

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erstellt am 20.Mär.2017 | 09:00 Uhr

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