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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 22:55 Uhr

Grossenaspe : Großenaspe erweitert sein Wasserwerk

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mit der Investition in Höhe von rund 780000 Euro soll zukünftig Versorgungsengpässen mit Frischwasser vorgebeugt werden.

Grossenaspe | Drei Jahre lang wurde im Großenasper Planungs- und Maßnahmenausschuss der Ausbau des örtlichen Wasserwerkes geplant und viel gerechnet. Doch jetzt ist es endlich soweit: Bürgermeister Torsten Klinger, Bernd Konrad (Vorsitzender des Ausschusses) und die Amtsingenieurin Bianca Gerlach gaben den Start der umfangreichen Baumaßnahme mit dem ersten Spatenstich frei.

Mit der Investition in Höhe von insgesamt rund 780  000 Euro – unter anderem für zwei Reinwasserbehälter mit jeweils 250 Kubikmeter Fassungsvermögen sowie einer komplett neuen technischen Ausstattung – soll zukünftig Versorgungsengpässen mit Frischwasser vorgebeugt werden.

„Schon vor 25 Jahren wurde in der Gemeindevertretung über eine Vergrößerung des Wasserwerkes gesprochen. Seitdem hatten wir immer wieder Probleme mit den mittlerweile stark veralteten Pumpen. Vor einigen Jahren mussten wir sogar wegen des gleichzeitigen Ausfalls beider Pumpen Frischwasser per Tankwagen aus Neumünster anfordern. Diese bezogen dann am Feuerwehrhaus Stellung, um die Bevölkerung zu versorgen“, berichtete Bernd Konrad.

Dies sei jetzt jedoch Geschichte, denn das Fassungsvermögen der neuen Tanks garantiere eine uneingeschränkte Versorgung für zwei bis drei Tage. Zudem seien die neuen Pumpen mit einem intelligenten Steuerungssystem ausgestattet, das nicht nur Strom spare, sondern auch eine geringere mechanische Belastung mit sich bringe, führte er zur Technik aus.

„Ausgelegt ist das System für bis zu 4000 Personen. Damit ist die Gemeinde für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig ausgerüstet“, erklärte Konrad zudem im Hinblick auf den erwarteten Einwohnerzuwachs durch bereits geplante Neubaugebiete. Allerdings müssen die Großenasper für die neue Technik nach Fertigstellung der Anlage, die für Juli 2017 anvisiert ist, mit einer Erhöhung des Wasserpreises rechnen. „Wir kalkulieren hier mit einer Steigerung von circa 20 Cent pro Kubikmeter. Damit steigt der Preis von 71 Cent auf rund 90 Cent. Aber das ist im Vergleich zu anderen Gemeinden ja immer noch günstig“, erklärte er.

Verbraucht werden von den 2200 Großenaspern, die durch die Einrichtung versorgt werden, zurzeit rund 110  000 Kubikmeter Wasser jährlich. Der Ortsteil Brokenlande wird von Neumünster aus bedient, und Anwohner in den Außenbereichen sind Eigenversorger.

Finanziert wird das Projekt über ein Kommunaldarlehen. „Denn in Großenaspe stehen mit der laufenden Sanierung der Kreisstraße 111, die notwendige Erweiterung der Kindertagesstätte und dem Fahrradweg nach Bimöhlen sowie der Erschließung des Neubaugebietes ja noch zahlreiche weitere Großbaustellen an“, so Torsten Klinger.

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