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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 08:51 Uhr

Polizeibericht : Großeinsatz für die Polizei

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Sonnabend sind eine Anti-Flüchtlings-Kundgebung sowie eine Gegendemonstration in der Innenstadt geplant.

Neumünster | Die Polizei bereitet sich erneut auf einen größeren Einsatz in der Innenstadt vor. Für den kommenden Sonnabend hat ein Neumünsteraner Neonazi eine Anti-Flüchtlings-Kundgebung mit bis zu 130 Teilnehmern angemeldet. Sie soll von 14 bis 16.30 Uhr stationär auf dem AOK-Parkplatz an der Rudolf-Weißmann-Straße stattfinden.

Die Veranstaltung wird im Internet von der Facebook-Gruppe „Neumünster wehrt sich“ beworben – unter anderem in russischer Sprache. Zeitgleich ist in unmittelbarer Nähe eine große Gegenveranstaltung vom Bündnis gegen Rechts geplant. Bis zu 300 Gegendemonstranten wollen dem Aufzug der Rechten von 13 bis 16.30 Uhr an der Ecke Rudolf-Weißmann-Straße/Ringstraße mit Trillerpfeifen, Musik und Reden entgegen treten. „Wir wollen, dass sie kein Gehör finden“, erklärte Dr. Heiner Wadle für das Bündnis gegen Rechts.

Auch Vertreter der Antifa aus Kiel rufen im Internet zum Protest auf: „Wir wollen den Aufmarschversuch von ‚Neumünster wehrt sich‘ zu einem Desaster machen“, heißt es dort. Sie spielen damit offenbar auf die vorangegangenen Kundgebungen der Flüchtlingsgegner in der Stadt an: Im November 2015 hinderten linke Gegendemonstranten den Zug der Rechten stundenlang daran, durch die Innenstadt zu marschieren. Letztendlich wurde die Veranstaltung nach Ablauf der angemeldeten Zeit von der Polizei für beendet erklärt.

Mitte Januar kamen verspätete Flüchtlingsgegner nicht mehr zur Veranstaltung auf dem Kantplatz durch, weil die Polizei aus Sicherheitsgründen kurz zuvor alle Zufahrtstraßen abgeriegelt hatte. Denn dort hatten sich zahlreiche Gegendemonstranten postiert.

Die letzte Anti-Flüchtlings-Kundgebung, die für den 28. Februar auf dem Großflecken geplant war, wurde nur wenige Stunden vorher „aus gesundheitlichen Gründen“ abgesagt. Stattdessen feierten rund 500 Gegendemonstranten mit Musik in der Innenstadt.

Die Polizei rechnet nach den Erfahrungen aus Bad Oldesloe am vergangenen Wochenende sowie den hiesigen rechten Kundgebungen mit lediglich 80 bis 100 Flüchtlingsgegnern. „Wir werden mit Kräften aus dem ganzen Land vor Ort sein“, erklärte Polizeisprecher Rainer Wetzel.

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erstellt am 21.Apr.2016 | 12:00 Uhr

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