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Holsteinischer Courier

27. März 2017 | 02:46 Uhr

Große Freude über eine "Goldene Giraffe"

vom

Partnerschaftsverein Aukrug-Sien erhält Auszeichnung / Junge Afrikaner in Aukrug

AUKRUG | Der Verein "Partnerschaft Aukrug-Sien" wird am 23. März in Rendsburg mit dem "Eine-Welt-Preis" der Nordelbischen Kirche ausgezeichnet. Der Partnerschaftsverein erhält damit in diesem Jahr den mit 2000 Euro dotierten Hauptpreis.

Stolz präsentierte "Aukrug-Sien"-Chef Reimer Reimers bei der Jahreshauptversammlung jetzt die "Goldene Giraffe". 44 kirchliche und nichtkirchliche Initiativen hatten sich um den "Eine-Welt-Preis" beworben. "Es gab auch eine silberne und eine bronzene Giraffe, aber wir haben die goldene bekommen", freute sich Reimers und erläuterte den Symbolgehalt der hölzernen Trophäe: "Die Giraffe steht für Weitsicht und Großherzigkeit." Zusammen mit seinem Stellvertreter Branko Irek sowie Hella Kohlmeyer und Heidemarie Seider will Reimers am 23. März bei der Abschlussfeier der Nordelbischen Synode in Rendsburg die 2000-Euro-Prämie entgegennehmen. "Ich zieh’ auf jeden Fall ein afrikanisches Gewand an", verkündete der 1. Vorsitzende.

Vom 21. Juli bis zum 18. August wird in Aukrug eine fünfköpfige Delegation aus Burkina Faso erwartet: vier Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren aus der Partnergemeinde Sien mit einer erwachsenen Begleitperson. "Ich bitte alle unsere Mitglieder zu überlegen, ob sie einen Gastschüler aus Sien bei sich aufnehmen könnten", startete Reimers am Ende seines Jahresberichts einen Aufruf und stellte klar: "Die anfallenden Kosten werden durch unseren Verein übernommen." Auch Nicht-Mitglieder können Gasteltern werden. Wer einen Schüler aus Burkina Faso vier Wochen bei sich beherbergen möchte, kann sich an Reimers (Tel. 04873/574, E-Mail: reisus@freenet.de) wenden.

Von Aukrug nach Sien will Hella Kohlmeyer im August reisen. "Ich lege ein Sabbatjahr ein", erklärte die Rektorin der Grundschulen Bargstedt und Langwedel. "Ich will in Sien ein bisschen Deutschunterricht an einer Privatschule geben und ansonsten versuchen, mich im Dorf häuslich einzurichten."

Das 800-Einwohner-Dorf Sien liegt am Rande der Sahelzone. Dort leiden die Menschen unter starken Ernteeinbußen. "Im Augenblick zeichnet sich aber keine Beunruhigung am Horizont ab", schrieb Christopher Ki vom Entwicklungsverein von Sien (ADESI). "Unserer Analyse zufolge wird die Bevölkerung die Nahrungsmittelkrise dank der vereinten Anstrengungen unserer Getreidebank und der Mikrokredite der Rotarier überstehen." Der Rotary-Club Neumünster-Vicelin hatte zusammen mit den Rotariern der burkinischen Stadt Bobo Dioulasso sowie "Rotary international" kleine Kredite vergeben, die einen Existenzgründer-Boom in Sien auslösten. Insbesondere der neu gegründete Getreidegroßhandel soll nun mithelfen, die Versorgung des Dorfs sicherzustellen.

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erstellt am 15.Mär.2012 | 06:48 Uhr

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