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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 09:20 Uhr

„Schimanski“ in Neumünster : Götz George – Star im Corso-Theater

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

1974 trat der spätere „Schimanski“ in Neumünster auf. Der Courier traf den Schauspieler vor dem Auftritt in der Garderobe.

Der gerade verstorbene Schauspieler Götz George war in erster Linie als Tatort-Kommissar Schimanski bekannt, doch er konnte viel mehr. Beispielsweise war er früher sehr viel auf den Theaterbühnen unterwegs. Am 29. März 1974 trat er   im Corso-Theater in Tungendorf auf. Im Spiel des Tourneetheaters „Neue Schaubühne“ spielte er mit seiner damaligen Frau Loni von Friedel in Machiavellis Komödie „Mandragola“.

In der Besprechung der Aufführung schrieb Theaterrezensentin Karin Hartman damals: „Götz George war der listenreiche Helfer seines verliebten Herrn und hatte als Diener Siro stets die Fäden der Aktion in der Hand, und auch Loni von Friedels Zofe Fiametta fädelte da geschickt und fleißig mit. Beide waren sehr komödiantisch, sehr beweglich, fast artistisch, auch nuancenreich, aber doch auch um ein paar Grad zu überdreht.“

Die damalige Courier-Redakteurin Karin de Paoli führte vor dem Auftritt ein Interview mit Loni von Friedel, die damals acht Jahre mit Götz George verheiratet war. Dort heißt es:

„Familienleben wird bei Loni von Friedel und Götz George selbst unter strapaziösen Umständen gepflegt. Zusammen mit Tochter Tanja zieht das Ehepaar im VW-Bus von Stadt zu Stadt und machte am Wochenende nach einem Gastspiel in Köln in Neumünster Station. Während Götz George vor einer Vorstellung lieber allein spazierengeht, gibt Loni von Friedel dem „Courier“ in ihrem Hotel ein Interview – assistiert von der siebenjährigen Tanja. “

Über Götz George verrät Loni von Friedel dabei, dass er „ungemein ehrlich ist. Er sagt immer seine Meinung, auch wenn es ihm schadet. Und wenn er erst einmal einen Menschen mag, dann mit Haut und Haaren.“

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erstellt am 29.Jun.2016 | 12:00 Uhr

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