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Holsteinischer Courier

23. März 2017 | 19:31 Uhr

Warnstreik : Gestern fuhr kein Linienbus in der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Alle Busse der SWN-Verkehr blieben auf dem Betriebshof

Neumünster | Die Gewerkschaft Verdi hat die Gangart im Tarifstreit mit den öffentlichen Nahverkehrsunternehmen verschärft. Endete ein erster Warnstreik am 1. März noch nach etwa vier Stunden, wurde gestern in Neumünster und Lübeck den ganzen Tag gestreikt.

Alle Busse der SWN-Verkehr blieben auf dem Betriebshof an der Rendsburger Straße. „Verdi hat uns am Mittag nochmals bestätigt, dass der Warnstreik den ganzen Tag über bis zum Betriebsschluss gegen 22 Uhr fortgesetzt wird“, sagte Stadtwerke-Sprecher Nikolaus Schmidt. Man habe die Fahrgäste über die Medien, etwa den Rundfunk und den Courier sowie über soziale Netzwerke wie Facebook informiert. „Streikziel erreicht. Es fährt kein Bus im Stadtverkehr“, sagte Verdi-Gewerkschafter Jörg Wilczek. Betroffen von dem Ausstand waren nach Schätzung der Gewerkschaft in Neumünster etwa 35 000 bis 40 000 Fahrgäste, in Lübeck 150  000. Heute soll in Kiel und Flensburg gestreikt werden, um Druck auf die Verhandlungen auszuüben, die am Donnerstag in Flensburg fortgesetzt werden sollen. Die kommunalen Arbeitgeber bieten eine Lohnerhöhung von 2,2 Prozent. „Das reicht uns nicht. Ein Busfahrer verdient im Schnitt 2500 Euro brutto. Wir fordern 145 Euro mehr“, sagte Wilczek.

Warnstreiks ohne Ankündigung hat Verdi ausgeschlossen. Das träfe Schüler und Berufstätige und damit die Falschen, so Wilczek.

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erstellt am 21.Mär.2017 | 08:30 Uhr

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