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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 06:57 Uhr

Neue Ausstellung : Gerisch-Stiftung feiert ihr Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Ausstellung „Wie es uns gefällt“ wird morgen um 12 Uhr eröffnet und bis zum 23. Dezember zu sehen sein.

Neumünster | Unter dem Titel „Wie es uns gefällt“ feiert die Herbert-Gerisch-Stiftung ihr 15-jähriges Bestehen mit einer sehr persönlich gefärbten Ausstellung. Sie zeigt im Skulpturenpark, der Villa Wachholtz, der Gerisch-Galerie, aber auch im privaten Wohnhaus 150 Werke aus der Sammlung von Brigitte Gerisch und ihrem im April gestorbenen Mann Herbert.

Ein Jahr nach Gründung der Stiftung 2001 begannen Herbert und Brigitte mit dem Aufbau der auf Zuwachs hin konzipierten Skulpturensammlung. Parallel dazu wuchs eine Sammlung von Modellen, Bildern, Grafiken und Fotografien heran, die in diesem Umfang nun erstmals ausgestellt wird.

„Die Werke sind ein Spiegel der Ausstellung der vergangenen Jahre, aber auch aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und neu zusammengestellt“, sagte der künstlerische Leiter der Stiftung, Professor Claus Friede. Das Große und das Kleine, Innen und Außen stehen hier im Dialog. Das zeigen etwa die Kissing Birds von Menashe Kadishman, die sich als große Version im Park in als Miniatur auf dem Fenstersims des Gerisch-Wohnhauses finden.

Die Gerisch-Stiftung zeigt auch eine ganze Reihe von Schenkungen und Ankäufen. So ist ein Raum im Obergeschoss der Villa den Arbeiten von Norbert Prangenberg (1949-2012) gewidmet. Zwei großformatige Keramiken von ihm sind jetzt auf dem Rasen des Skulpturenparks zu sehen. Aus der Sammlung von Rotraut und Magnus Staak gelangten als Schenkung Werke von Barlach, Cimiotti und Koblasa nach Neumünster. Damit beweise sich der Satz von Professor Christoph Brockhaus aus dem Stiftungsrat: „Gute Kunst zieht gute Kunst auf sich.“

Stolz sind Brigitte Gerisch und Claus Friede auch über das erst nach dem Tod Herbert Gerischs gekaufte Werk „Habitat“ von „Shootingstar“ Till Novak, der in Neumünster auch durch seine Illumination des Wasserturms bekannt ist. Jüngste Errungenschaft ist die farbige Bronze „Drei Frauen“ von Manfred Sihle-Wissel.

Brigitte Gerisch nannte als entscheidende Wegmarke die Zustiftung der Wachholtzschen Villa durch die Stadt im Jahr 2007. Dabei gab es drei Auflagen. Das Haus musste renoviert, der Harry-Maasz-Park wieder hergestellt und alles der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Bis dahin haben wir mit der Stiftung nur geübt“, sagte Brigitte Gerisch.

Die Ausstellung „Wie es uns gefällt“ gibt einen tiefen Eindruck in die Leidenschaft, den Themenkanon und die Vorlieben der Sammler und ihrer Künstler. Sie wird am Sonntag, 18. September, eröffnet und bis zum 23. Dezember zu sehen sein, Sonntagsführungen beginnen um 12 Uhr. Eintritt: 8 Euro, inklusive Führung 9 Euro.

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erstellt am 17.Sep.2016 | 18:00 Uhr

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