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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 03:12 Uhr

Aukrug : Gemeindevertreter stimmen gegen Solarpark

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Familienzentrum soll trotz der hohen Kosten fortgeführt werden. Die Vergabe von Grundstücken wurde diskutiert.

Aukrug | Ja zum Familienzentrum und Nein zu einer geplanten Photovoltaik-Freilandanlage sagten die Aukruger Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung am Mittwochabend.

Die Kommunalpolitiker sprachen sich für die Fortführung des Familienzentrums Aukrug aus, obwohl allein die für eine halbe Fachkraftstelle nötigen Personalkosten (23 800 Euro) die vom Land Schleswig-Holstein in Aussicht gestellten jährlichen Gesamtfördermittel (17 000 Euro) mittlerweile deutlich übersteigen. Im Familienzentrum am Ziegeleiweg 13 gibt es unter anderem eine Elternsprechstunde, Eltern-Kinder-Projekte, einen Alleinerziehenden-Treff, ein Frauenfrühstück und Angebote für Senioren. Die dreijährige Projektphase für das Familienzentrum Aukrug war 2014 beendet. Die Gemeinde will weiter in dieses Projekt investieren, weil sie es für notwendig hält, zumal es finanziell gefördert wird.

Eine klare Absage dagegen erteilte der Gemeinderat den Plänen der „SolarWind Projekt GmbH“, auf einer landwirtschaftlichen Fläche zwischen Böken und Bünzen eine Photovoltaik-Freilandanlage zu errichten. Die Firma mit Hauptsitz in Krummhörn (Niedersachsen) hatte bereits detaillierte Pläne vorgelegt: Auf einer elf Hektar großen Fläche direkt an der Bahnstrecke Neumünster-Heide sollte der „Solarpark Aukrug“ genug Strom für etwa 3000 Haushalte produzieren. Bis auf eine Enthaltung stimmten alle Gemeindevertreter – wie vom Bauausschuss empfohlen – gegen die Pläne. „Hauptgrund für die Ablehnung des Solarparks ist die unmittelbare Nähe zum geplanten Baugebiet ,Haarkoppeln III’“, sagte Joachim Rehder (SPD), stellvertretender Bürgermeister.

Hinsichtlich der Erschließung von „Haarkoppeln III“ beschlossen die Kommunalpolitiker, keine Baustraße für die Dauer von zwei Jahren zu errichten, sondern gleich den Endausbau vorzunehmen. Angesichts der vielen Bewerber für die insgesamt 22 Grundstücke geht man davon aus, dass der Hochbau zügig voranschreiten wird. Weshalb eine provisorische Baustraße, die rund 70  000 Euro Mehrkosten verursachen würde, entbehrlich erscheint. Eine Dreiviertelstunde lang diskutierten die Gemeindevertreter über die Modalitäten zum Verkauf der Grundstücke. Aktuell gibt es 24 Interessenten für die 22 Bauplätze. Bei drei Enthaltungen beschloss das Gremium ohne Gegenstimme, dass „die Vergabe durch die fünf Fraktionsvorsitzenden und den Bürgermeister nach allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsätzen vorgenommen“ werden soll.  

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erstellt am 14.Okt.2016 | 06:00 Uhr

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