zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 08:05 Uhr

Rickling : Geldautomat bleibt an seinem Platz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Bank lenkt ein, und die Gemeinde will die Räume doch mieten.

Rickling | Nach langem Hin und Her bleibt der Geldautomat nach dem Abzug der Volksbank-Filiale aus Rickling nun doch erhalten.

Die Bank-Filiale in Rickling schließt zum Jahresende. Doch die Bank hatte angeboten, den Geldautomaten vor Ort zu belassen, wenn die Gemeinde die Räumlichkeiten der Filiale anmietet. Diese Option war jedoch auf der Sitzung des Finanzausschusses in der vergangenen Woche ins Wanken geraten, da sich die Fraktionen der SPD und der CDU, im Gegensatz zur ABR, aufgrund der Kosten gegen eine Anmietung ausgesprochen hatten (der Courier berichtete). Auf der Sondersitzung des Ausschusses am Mittwochabend wurde dieses Thema nun noch einmal ausführlich diskutiert.

Ihre Stellungnahmen gaben dabei auch die Volksbank-Mitarbeiter Markus Küstner (Marktbereichsleiter) und Frank Imhoff (Leiter Facility Management) ab. Diese hatten zuvor die beiden alternativ vorgeschlagenen Standorte am Feuerwehrgerätehaus und im örtlichen Supermarkt (der Courier berichtete) geprüft. Demnach wären an beiden Fällen erhebliche Umbaumaßnahmen notwendig, um einen Geldautomaten an dieser Stelle zu installieren. „Das sind enorme Kosten. An der Feuerwehr wäre der Bereich zudem im Dunkeln nicht einsehbar, was ich für die Nutzer als nicht ganz risikofrei ansehe“, erklärte Küstner. „Und gegen den Supermarkt sprechen die fehlende Barrierefreiheit sowie der durch die Öffnungszeiten bedingte eingeschränkte Zugang“, führte Imhoff aus.

Da die Bank jedoch vor Ort präsent sein und den Ricklingern entgegenkommen wolle, habe sich der Vorstand entschlossen, den bisher auf 2,95 Euro festgelegten Mietzins auf 2,45 Euro pro Quadratmeter zu reduzieren. Außerdem werde der Platz, den der Geldautomat benötige, aus der Gesamtfläche herausgerechnet. „Einschließlich der geschätzten Nebenkosten in Höhe von 230 Euro monatlich reduzieren sich die Kosten für die vierjährige Laufzeit dann von 32 000 Euro auf rund 25 000 Euro“, rechnete Markus Küstner vor.

Um den Geldautomaten für Einwohner zu erhalten und um das Projekt zur Nachnutzung der alten Schule (der Courier berichtete) nicht zu gefährden, entschieden sich die Gemeindevertreter in der Abstimmung schließlich mehrheitlich für die Anmietung der Räume.

Offen bleibt allerdings, wie die Räume zukünftig genutzt werden. Wahrscheinlich ist jedoch, dass die örtliche Volkshochschule dort einzieht, da der jetzige Standort am Bauhof von diesem selbst benötigt wird.  

zur Startseite

von
erstellt am 30.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen