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Holsteinischer Courier

03. Dezember 2016 | 05:41 Uhr

Modell-Motorkunstflug : Gadelander qualifiziert sich für WM in Südamerika

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nils Brückner (23) wird 2017 an der Weltmeisterschaft im Modell-Motorkunstflug in Argentinien teilnehmen.

Neumünster | Von Kaltenkirchen über Krefeld und London geht es direkt nach Argentinien: Nils Brückner aus Gadeland hat sich für die Weltmeisterschaft 2017 im Modell-Motorkunstflug in Südamerika qualifiziert. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, aber der Begeisterung tut das keinen Abbruch: „Man arbeitet seit so vielen Jahren darauf hin, dass es klappt, von daher ist die Freude natürlich groß“, sagt der 23-Jährige.

Die Liebe zu den zwei Meter langen ferngesteuerten Flugzeugen wurde Nils Brückner und seinem drei Jahre jüngeren Bruder Peer quasi direkt in die Wiege gelegt. „Unser Vater betreibt dieses Hobby bereits seit etlichen Jahren, wir sind also wirklich damit aufgewachsen“, sagt Nils.

2005 haben die beiden Brüder mit dem Modell-Motorkunstflug begonnen, zwei Jahre später sind sie bereits in das offizielle Wettbewerbsfliegen eingestiegen.

Um sich für die WM in Argentinien zu qualifizieren, musste Nils mehrere Wettbewerbe erfolgreich hinter sich bringen. Bei der Deutschen Meisterschaft in Kaltenkirchen belegte er den 3. Platz in der Klasse F3A, in Krefeld wurde er Zweiter. Zusätzlich nahm er am World Cup in England teil – auch hier belegte er den 3. Platz. „Es gibt ein spezielles Wertungssystem, bei dem man die Punkte aus verschiedenen Wettbewerben mitnimmt“, erklärt der 23-Jährige. Drei bis vier Mal pro Woche trainiert er mit seinem Bruder auf dem Flugplatz in Krogaspe: „Wir haben da ganz tolle Bedingungen. Es ist nicht selbstverständlich, dass dort zwei Leute für zwei Stunden den Platz blockieren dürfen. Sven Schumacher, der Platzwart, sorgt sogar dafür, dass jedes Mal der Rasen für uns gemäht ist.“

Auch nach Argentinien wollen die beiden Brüder gemeinsam reisen. „Ich werde Nils dort als Helfer unterstützen“, sagt Peer. Als Konkurrenten sehen sie sich nicht. „Bei uns überwiegt der Team-Gedanke“, sagt Nils, und sein Bruder ergänzt: „Ich kann damit sehr gut leben. Man hat ja genau den selben Spaß.“

Logistisch wird die Reise zur großen Herausforderung. „Wir werden spezielle Holzkisten bauen, um die Flugzeuge zu transportieren. Man möchte ja nicht nach 23 Stunden Flug aus der Maschine steigen und zusehen, wie das Flugzeug von einem Gabelstapler zerknautscht wird“, sagt Nils.

Vor Ort gilt es dann zunächst, ein rund achtminütiges Vorrundenprogramm zu absolvieren, das aus 17 Figuren besteht, darunter Loopings oder Rollen. „Ich schätze, dass es die 20 besten Teilnehmer dann ins Finale schaffen“, sagt Nils und fügt verschmitzt hinzu: „Wenn das klappen sollte, wäre das schon eine tolle Sache.“

https://www.youtube.com/playlist?list=PL8939920F6BFD7C8F

 

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erstellt am 20.Okt.2016 | 08:30 Uhr

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